Stahlbranche
Salzgitter vor „bedeutendem Expansionsschritt“

Um unabhängiger vom zyklischen Stahlgeschäft zu werden, will der Salzgitter-Konzern neben der Stahl- und der Röhrensparte ein weiteres Geschäftsfeld aufbauen. Vorstandschef Wolfgang Leese will zwar noch nichts Genaueres verraten, verweist aber darauf, dass sein Unternehmen Ausgaben in Milliardenhöhe stemmen könnte.

HB SALZGITTER. „Unser neues Geschäftsfeld bleibt im Umfeld von Stahl, Röhren und Handel“, sagte Leese der „Financial Times Deutschland“. Details nannte er nicht, versicherte aber: „Wir stehen jetzt vor einem bedeutenden Expansionsschritt“. Salzgitter habe „2,3 Milliarden Euro flüssig. Und bei Bedarf könnten wir auch mehr aufbringen.“

Zum künftigen Zuschnitt der Geschäftsfelder sagte er, derzeit seien drei Viertel der Aktivitäten direkt vom Stahlzyklus abhängig. „Künftig sollen es nur noch 50 Prozent sein.“ 25 Prozent entfielen dann weiterhin auf das hoch profitable Geschäft mit Pipelines und 25 Prozent auf das neue Geschäftsfeld.

Die in der vergangenen Woche erhöhte Gewinnprognose für 2006 wertete Leese als „weiterhin vorsichtig“. Es sei „durchaus möglich, dass wir unsere Prognose nach dem dritten Quartal noch einmal anheben.“ Derzeit rechnet Salzgitter mit einem operativen Vorsteuerergebnis (EBT) von mindestens 650 Millionen Euro. Erst im Mai hatte der Konzern seine Prognose auf 600 Millionen Euro erhöht. In diesem Jahr kommt noch ein Ertrag von mehr als 900 Millionen Euro aus dem Verkauf der Beteiligung am französischen Röhrenherteller Vallourec hinzu.

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