Stahlbranche
Stahlindustrie in schweren Zeiten

Die Stahlbranche bekommt den Abschwung der Weltwirtschaft brutal zu spüren: In Deutschland musste die Branche im vierten Quartal 2008 ein historisches Minus verkraften. Die Unternehmen reagieren mit Sparmaßnahmen.

HB DÜSSELDORF. Die Stahlindustrie in Deutschland hat von Oktober bis Dezember 2008 den stärksten Auftragseinbruch seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verzeichnet. Die Auftragseingänge seien gegenüber dem Vorjahresquartal um 47 Prozent gefallen, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Freitag mit. Die Nachfrage sei sowohl im In- als auch im Ausland drastisch zurückgegangen. Der Auftragsbestand liege gegenwärtig mit 7,9 Mio. Tonnen auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren.

Konzerne wie Thyssen-Krupp und der auch mit Werken in Deutschland vertretene Weltmarktführer Arcelor-Mittal haben wegen der schwachen Nachfrage ihre Produktion zurückgefahren. Die Rohstahlproduktion in Deutschland ging 2008 auf 45,83 Mio. Tonnen von 48,5 Mio. Tonnen im Vorjahr zurück. Im Januar habe die Rohstahlproduktion um 36 Prozent unter dem Vorjahresmonat gelegen.

Eine Prognose für die Rohstahlproduktion 2009 will der Verband voraussichtlich Anfang März vorlegen. „Die Bemühungen der Händler und Verarbeiter, ihre Lagerbestände zu reduzieren, dürften im zweiten Halbjahr 2009 zu einer schrittweisen Erholung der Stahlkonjunktur führen“, hieß es.

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