Stahlbranche
Umsatzeinbruch beim Stahlhändler KlöCo

Der Stahlhändler Klöckner & Co ist nach einem massiven Nachfrageeinbruch infolge der Wirtschaftskrise im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch für das Gesamtjahr schließt der Konzern einen Verlust nicht mehr aus.

HB DÜSSELDORF. Der Konzernumsatz sei von Januar bis März um 34 Prozent auf rund 1,095 Mrd. Euro eingebrochen, teilte KlöCo am Donnerstag mit. Auf operativer Ebene (Ebit) schrieb der Konzern einen Verlust von 149 Mio. Euro nach einem Plus von 93 Mio. Euro vor Jahresfrist. Unter dem Strich stand ein Verlust von 127 Mio. Euro. KlöCo rutschte damit tiefer in die Verlustzone als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem Umsatz von 1,193 Mrd. Euro gerechnet. Beim Ebit hatten sie einen Verlust von 113 Mio. Euro prognostiziert. Unter dem Strich rechneten sie mit einem Minus von 85 Mio. Euro.

KlöCo versucht, sich mit einem Personalabbau - 1500 Stellen sollen weltweit wegfallen - gegen die Krise zu stemmen. Zwei Drittel der Streichungen seien bereits umgesetzt oder eingeleitet. Zudem konnten Schulden abgebaut und Kredite über 1,5 Mrd. Euro gesichert werden. In den letzten Wochen registrierte der Stahlhändler zudem Anzeichen, dass bei der Nachfrage die Talsohle erreicht ist.

Fürs zweite Quartal werde mit einem "deutlich verbesserten Ergebnis" gerechnet, das aber "noch negativ" ausfallen werde. Für das Gesamtjahr könne ein "negatives Nettoergebnis" nicht ausgeschlossen werden. Noch Ende März war KlöCo von einem "positiven Ergebnis" ausgegangen.

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