Stahlgigant
Thyssen-Krupp schafft die Ertragswende

Der Dax-Konzern kehrt mit Macht in die Gewinnzone zurück. Das bessere Konzernergebnis ist dabei eine Folge von Einsparungen. Das Geschäft selbst kommt nur langsam in Schwung.
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DÜSSELDORF. Drei Monate vor seinem Abgang an der Konzernspitze verkündet Thyssen-Krupps Vorstandschef Ekkehard Schulz die Ertragswende. Wie der 69-Jährige dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe) am Rande der Weltstahlkonferenz in Tokio berichtete, kehrt der Dax-Konzern mit Macht in die Gewinnzone zurück. "Beim Vorsteuerertrag geht es Richtung einer Milliarde oder sogar ein Stück besser", berichtete Schulz über das Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr. 2008/09 stand der Essener Stahlkonzern noch mit einem Vorsteuerverlust (Ebt) von 2,4 Milliarden Euro tief im Minus.

Die Ergebnissteigerung ist laut Schulz im Wesentlichen eine Folge von Einsparungen. Das Geschäft selbst kam dagegen nur langsam in Schwung. Nach 40,6 Mrd. Euro im Vorjahr setzte der Konzern in den vergangenen zwölf Monaten rund 42 Mrd. Euro um. "Vom Markt ist 2009/2010 nicht viel gekommen", sagte der Konzernchef.

Das aber ändere sich in diesem Jahr, kündigte der Stahlmanager an, denn die Hochöfen liefen derzeit unter Volllast. Vor allem die steigende Nachfrage aus der Fahrzeug- und Maschinenbauindustrie sorgten für volle Auftragsbücher.

Entsprechend sollen sowohl Umsatz wie Gewinn in den kommenden zwölf Monaten deutlich zulegen. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass der Start des neuen Hochofens in Brasilien und einer Weiterverarbeitungsanlage im US-Bundesstaat Alabama Thyssen-Krupp zunächst mit 500 Mio. Euro belaste.

Ekkehard Schulz wird Mitte Januar seinem Nachfolger Heinrich Hiesinger, der von Siemens kommt, an der Konzernspitze Platz machen. Der scheidende Vorstandsvorsitzende schließt einen Wechsel in den Aufsichtsrat nicht aus.

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