
HB DUISBURG. Die Wirtschaftskrise hat tiefe Spuren in der Bilanz des Stahlhändlers Klöckner hinterlassen. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 186 Millionen Euro, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Duisburg mitteilte.
Damit verfehlte das Unternehmen die Schätzungen der Experten knapp. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss 384 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Fehlbetrag beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) war hingegen nicht so schlimm wie befürchtet. Der Umsatz sank 2009 um 42,8 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro.
Für 2010 rechnet Klöckner bei "weiterhin herausfordernden Bedingungen" mit nur einem leichten Anstieg der realen Nachfrage. Der erwartete organische Absatzanstieg von zehn Prozent werde hauptsächlich vom Lageraufbau bei den Kunden getrieben sein, hieß es in der Mitteilung. Inklusive der beiden jüngsten Akquisitionen geht das Unternehmen von einem Umsatzzuwachs von über 20 Prozent aus.
Das Unternehmen erwartet zwar ein deutlich positives operatives Ergebnis (EBITDA), den eigenen Ansprüchen, eine operative Marge von mindestens sechs Prozent zu erzielen, werde das Ergebnis aber noch nicht genügen. Ein Händler äußerte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht über den vorsichtigen Ausblick. Die Aktie stand vorbörslich mit rund einem Prozent im Minus.