Stahlhändler
Klöckner & Co schreibt Verluste

Das dritte Quartal war für Stahlhändler KlöCo noch schlechter, als es Analysten befürchtet hatten. Deshalb will der Konzern erneut den Rotstift ansetzen. Jeder sechste Job soll in Zukunft wegfallen.
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DüsseldorfDer Stahlhändler Klöckner & Co streicht nach anhaltenden Verlusten noch mehr Jobs als geplant. Vorstandschef Gisbert Rühl kündigte an, im Zuge des seit dem vergangenen Jahr laufenden Programms über 1800 Stellen statt der bislang ins Visier genommenen 1300 abzubauen. Damit fällt etwa jeder sechste Arbeitsplatz weg.

Weltweit würden 60 der 290 Standorte geschlossen. Im dritten Quartal fuhr das Unternehmen wegen des Preisdrucks und der schwachen Nachfrage in Europa einen Nettoverlust von 27 Millionen Euro ein. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Minus von 24,5 Millionen Euro gerechnet. Nach neun Monaten hat KlöCo einen Fehlbetrag von 75 Millionen Euro in den Büchern.

Seine ohnehin gesenkte Geschäftsprognose hatte das Unternehmen bereits im August abgehakt, auf eine neue jedoch verzichtet. Rühl peilt nun für 2012 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und Restrukturierungen von 130 bis 140 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatte der Konzern 217 Millionen Euro eingefahren. Den Absatz will KlöCo um rund 6,5 Prozent erhöhen und den Umsatz um fünf Prozent. Der Konzern profitiert dabei von dem im Gegensatz zu Europa deutlich besser laufenden Amerika-Geschäft, wo Rühl auch zugekauft hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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