Stahlhandelsaktivitäten werden gebündelt
MAN Ferrostaal gründet Joint Venture mit CCC Steel

Die Essener MAN -Tochter Ferrostaal lagert ihren Stahlhandel in ein Gemeinschaftsunternehmen aus. Ferrostaal gründe mit der Hamburger CCC Steel zum 1. Januar 2008 ein Joint Venture unter dem Namen Coutinho & Ferrostaal, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Dadurch entstehe eines der global führenden international operierenden Stahlhandelsunternehmen, hieß es.

HB DÜSSELDORF. Ferrostaal hatte bereits länger nach einem Partner für den Stahlhandel gesucht, da sich das Unternehmen im Verbund eine stärkere Position gegenüber Lieferanten verspricht. Die Partner hätten zusammen 320 Mitarbeiter in 34 Ländern und strebten 2008 einen Umsatz von 2,1 Mrd. Euro an, teilte der Essener Industriedienstleister mit. Der Zusammenschluss steht aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Ferrostaal selbst will sich auf den Anlagenbau und Dienstleistungen konzentrieren.

Die CCC Steel ist ein Joint Venture zwischen der Hamburger Unternehmensgruppe MPC Münchmeyer Petersen & Co GmbH und der mexikanischen Industriegruppe Grupo Villacero mit Sitz in Monterrey. CCC blickt den Angaben zufolge zurück auf eine Ende des 19. Jahrhunderts beginnende Historie im weltweiten Stahlhandel und hat sich intensiv um eine Fusion mit der Ferrostaal Metals Group bemüht.

An der neuen Gesellschaft werden MPC Münchmeyer Petersen & Co, Grupo Villacero und MAN Ferrostaal zu je einem Drittel beteiligt sein. Mit weltweit 320 Mitarbeitern an 56 Standorten in 34 Ländern erwartet das Unternehmen für 2008 einen Umsatz in der Größenordnung von 2,1 Mrd. Euro. Die zentralen Standorte in Hamburg, Houston und Essen blieben erhalten, Personalreduzierungen seien nicht geplant, hieß es.

Die MAN AG hatte im dritten Quartal 2006 die Stahlhandelssparte bei MAN Ferrostaal ausgegliedert. Anschließend wurde der Bereich in die neu gegründete Ferrostaal Metals GmbH eingebracht. MAN Ferrostaal ist die Industrie-Dienstleistungssparte des Lkw-Herstellers. Der Geschäftsbereich generierte im vergangenen Jahr mit 4 300 Beschäftigten einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro.

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