Stahlhersteller
Arcelor-Mittal macht Milliardenverlust

Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor-Mittal ist zum Jahresbeginn beim Ergebnis eingebrochen. Der Quartalsumsatz des Rivalen von Thyssen-Krupp und Salzgitter halbierte sich.

FRANKFURT. Die Krise der Stahlindustrie neigt sich aus Sicht von Weltmarktführer Arcelor-Mittal dem Ende zu. Auch wenn die Marktbedingungen herausfordernd blieben, zeichne sich doch eine Erholung ab, sagte Vorstandschef Lakshmi Mittal gestern bei der Bilanzvorlage für das erste Quartal. In einigen Regionen und bei einigen Stahlsorten gebe es sogar wieder Platz für Preiserhöhungen.

Die Stahlindustrie wird seit Herbst von der größten Krise seit Jahrzehnten geplagt. Im ersten Quartal schrumpfte die globale Produktion nach Angaben des Weltstahlverbands um rund ein Viertel, wobei der Abschwung vor allem Nordamerika und Europa trifft. Für 2009 rechnet der Verband mit einem Minus von 15 Prozent auf gut eine Mrd. Tonnen.

Den Stahlschmelzern setzt neben der generell niedrigeren Nachfrage infolge einer geringen Produktion etwa von Fahrzeugen und Maschinen der Lagerabbau zu. Da Stahl bis Mitte vergangenen Jahres noch knapp war, hatte viele Kunden hohe Bestände an Stahl angehäuft, um ihre Produktion reibungslos abwickeln zu können.

In einigen Ländern seien die Lagerbestände mittlerweile auf ein niedriges Niveau zurückgefahren worden, sagte Finanzvorstand Aditya Mittal. So steige in den Vereinigten Staaten die Nachfrage nach Langprodukten. Diese werden vor allem von der Bauindustrie verwendet. „Damit sollte es Platz für Preisanhebungen geben“, sagte Lakshmi Mittal. Positive Signale gebe es auch aus China, wo die Stahlindustrie von den staatlichen Konjunkturpaketen profitiere.

Auch in Europa sieht der Konzernchef Licht am Ende des Tunnels. Die Lagerbestände seien zwar auf einem höheren Niveau als in den USA, aber bis zum Ende des zweiten Quartals sollte der Abbau abgeschlossen sein.

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