Stahlhersteller
Corus verdient weniger

Nach eigenen Angaben hat der britisch-niederländische Stahlhersteller Corus im dritten Quartal 2005 nur halb so viel Gewinn gemacht wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dennoch wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen.

HB LONDON. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) habe in den drei Monaten bis 1. Oktober bei 176 Mill. Pfund (257 Mill. Euro) gelegen, nach 305 Mill. Pfund im Vorjahreszeitraum, teilte Corus am Mittwoch in London mit. Die Markterwartungen lagen zwischen 138 Mill. und 145 Mill. Pfund.

Im vergangenen Jahr waren die Stahlpreise vor allem wegen der großen Nachfrage aus China stark angestiegen. In diesem Frühjahr fielen sie jedoch wieder, weil die Nachfrage sank und Lagerbestände abgebaut wurden. Die europäische Stahlbranche reagierte darauf mit Produktionskürzungen. Die Lagerbestände hätten sich dadurch stabilisiert und die Preise seien wieder angezogen, teilte Corus mit.

Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass es 223 Mill. Euro in sein Werk Ijmuiden investiert habe, um die Fertigung von Teilen für die Auto- und Bauindustrie ab 2008 auszubauen.

Im Oktober hatte der deutsche Stahl- und Röhrenkonzern Salzgitter angekündigt, er werde mit Corus kooperieren und gemeinsam besonders feste und formbare Stähle entwickeln. Die so genannten HSD (High Strength and Ductility) Stähle sollen vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt werden, aber auch im Maschinenbau.

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