Stahlhersteller
Mittal plant Kauf in China

Nach Informationen aus mit der Sache vertrauten Kreisen will der weltweit führende Stahlhersteller Mittal 49 Prozent des chinesischen Konkurrenten Baotou Iron & Steel Co. Ltd. übernehmen.

HB SCHANGHAI/NEW YORK. Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen bestätigte, in Gesprächen mit Baotou über eine Beteiligung zu sein. Es sei jedoch zu früh, etwas über deren wahrscheinliches Ergebnis zu sagen, teilte das Unternehmen mit.

Mit einem Einstieg könnte der Branchenprimus seine Position auf dem weltgrößten Stahlmarkt stärken. Der Schritt dürfte zudem den in Luxemburg ansässigen Rivalen Arcelor unter Druck setzen, der derzeit ebenfalls über eine Beteiligung an einem chinesischem Stahlproduzenten verhandelt.

„Mittal will 49 Prozent von Baotou, aber wir haben bislang keine Einigung erzielt“, sagte ein Baotou-Manager der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Ein der Firma Mittal nahe stehender Vertreter sagte, es sei zu früh, einen Preis für den geplanten Einstieg zu nennen. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium.

Die Stahlproduktion in China hat angesichts des rasanten Wirtschaftswachstums einen Boom erlebt und könnte nach Schätzungen der Regierung in diesem Jahr um 25 Prozent auf 340 Mill. Tonnen wachsen. Allerdings sind die Stahlpreise rückläufig, nachdem sie im März auf den höchsten Stand seit zehn Jahren geklettert waren. Analysten zufolge setzen die Stahlriesen mit ihren Engagements in China auf die langfristigen Wachstumsaussichten.

Mittal-Aktien lagen im frühen Handel in New York kaum verändert bei 25,87 Dollar.

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