Stahlhersteller
Schmolz+Bickenbach lehnt Übernahmeangebot ab

Der Stahlkonzern Schmolz und Bickenbach will nicht von Viktor Veckselberg übernommen werden. Der Angebotspreis sei zu niedrig. Allerdings heißt es, dass Vekselberg sowieso nicht den ganzen Konzern kaufen wolle.
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ZürichDer Verwaltungsrat des deutsch-schweizerischen Stahlproduzenten Schmolz und Bickenbach hat das Übernahmeangebot des russischen Investors Viktor Vekselberg und der Gründerfamilien abgelehnt. Einem Gutachten der Bank J. Safra Sarasin zufolge sei der Angebotspreis von 2,85 Franken pro Aktie zu niedrig, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Ein aus finanzieller Sicht angemessener Wert liege zwischen 3,95 und 5,70 Franken pro Aktie. Derzeit notiert die Aktie bei gut drei Franken. Der niedrige Angebotspreis sei damit zu erklären, dass Vekselbergs Beteiligungsgesellschaft Renova eine volle Übernahme von Schmolz und Bickenbach gar nicht beabsichtige.

Die Empfehlung des Verwaltungsrates dürfte allerdings wenig bewirken. Das Aufsichtsgremium hat bereits eine Niederlage im Machtkampf mit Renova und den Gründerfamilien eingeräumt, sieben von acht Mitgliedern treten Mitte September zurück. Dann dürften Renova und die Erben die Kontrolle im Verwaltungsrat übernehmen. Zusammen halten sie rund 40 Prozent der Aktien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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