Stahlindustrie
Arcelor plant milliardenschwere Zukäufe

Europas größter Stahlhersteller Arcelor will seine Expansion mit milliardenschweren Zukäufen fortsetzen. Der Konzern verweist auf seine prall gefüllte Kasse und lässt sich von jüngsten Niederlagen in der Türkei und in der Ukraine nicht beirren.

HB DÜSSELDORF. „Wir haben ein Akquisitionspotenzial zwischen drei und fünf Milliarden Euro“, sagte Finanzchef Michel Wurth am Donnerstag auf einer Stahlkonferenz in Düsseldorf. Bei der jüngsten Versteigerung von Stahlwerken in der Türkei und in der Ukraine habe sich Arcelor zwar wegen zu hoher Preise zurückgezogen. „Es könnte aber jederzeit zu anderen Akquisitionen kommen“, sagte Wurth.

Arcelor sieht sich derzeit mit aggressiven Expansionsplänen des Konkurrenten Mittal Steel konfrontiert, der dem in Luxemburg ansässigen Konzern den Rang als weltgrößter Stahlproduzent streitig zu machen droht. Mittal Steel hatte zuletzt das ukrainische Stahlwerk Kryvorizhstal für rund vier Milliarden Euro ersteigert und will die US-Gruppe International Steel Group für gut 13 Milliarden Euro übernehmen. Damit käme Mittal Steel auf eine Produktion von rund 57 Millionen Tonnen Rohstahl jährlich und würde Arcelor mit 43 Millionen Tonnen als Branchenprimus ablösen.

Arcelor werde vor allem außerhalb Europas zukaufen, unterstrich Wurth. „Man muss dorthin gehen, wo Wachstum ist.“ Am höchsten sei die Stahlnachfrage in China, das bereits 27 Prozent der Weltstahlproduktion aufsauge. Aber auch in Brasilien, Russland und Indien werde die Nachfrage weiter wachsen.

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