Stahlindustrie
Hersteller müssen eisern sparen

In den Boomjahren haben einige Stahlmanager vergessen, in welcher Abhängigkeit sie zwischen Rohstofflieferanten und Kunden stecken. Mit dem Wirtschaftsabschwung seit vergangenem Jahr kehrt die harte Realität in der Branche zurück. Preise und Absatzmengen brachen im nie gekannten Umfang ein; das überwunden geglaubte Auf und Ab der Branche ist wieder da.

In den vergangenen Wochen mehrten sich zwar die Anzeichen für eine Erholung der Nachfrage. So neigten sich die Lagerbestände dem Ende zu, wobei Europa hinter Nordamerika und Asien zurückhängt. Die Preise haben nach neun Monaten mit Rückgängen ihren Boden gefunden, beobachteten die Experten der Marktforschungsfirma MEPS. Zuletzt gab es sogar Platz für Anhebungen. Derzeit versuchen Salzgitter und Thyssen-Krupp, höhere Preise bei Flachstahl am Spotmarkt durchzusetzen. Dies ist auch bitter nötig, schreiben doch fast alle Stahlproduzenten beim jetzigen Niveau Verluste.

Aber auch die jüngste Anhebung wird nicht ausreichen, um rentabel arbeiten zu können, wie ein Salzgitter-Sprecher einräumt. Zum September will Deutschlands zweitgrößter Hersteller daher erneut an der Preisschraube drehen.

Die Unternehmen müssen sich auf eine längere Durststrecke einrichten. Die weltweite Stahlnachfrage wird in den kommenden beiden Jahren schwach bleiben, erwarten die MEPS-Analysten. Die Rekordstände von 2008 und 2007, als rund 1,3 Mrd. Tonnen produziert wurden, würden erst 2012 wieder erreicht.

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