Stahlindustrie
Prognose von Schmolz+Bickenbach wackelt

Die Geschäfte des Edelstahlproduzenten Schmolz+Bickenbach laufen in diesem Jahr schleppend. Brancheninsider rechnen daher in den kommenden Tagen mit einer Gewinnwarnung. Der Vorstand hat einen Sparkurs aufgelegt.

DüsseldorfDer Edelstahlproduzent Schmolz+Bickenbach muss um seine Prognose für das laufende Jahr bangen. In den ersten drei Quartalen sei das Geschäft unter den Erwartung geblieben, erfuhr das Handelsblatt aus Branchenkreisen. Womöglich schon in den kommenden Tagen wird Finanzvorstand Matthias Wellhausen den Investoren mitteilen müssen, dass die Ziele für das laufende Geschäftsjahr nicht erreicht werden könnten.

Es wäre nicht die erste Gewinnwarnung: Bereits im Mai hatte der Konzern seine Prognose kassiert. Beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) schraubte der Finanzchef die Spanne um 20 Millionen auf 190 bis 230 Millionen Euro herab. Die Marke von 190 Millionen Euro sei wohl nicht mehr zu erreichen, sagte ein Insider.

Um zumindest die Lücke zumindest ein Stück weit zu schließen, schärft Schmolz+Bickenbach seinen Sparkurs. Der Vorstand habe für weite Teile der Firma ein Einstellungsstopp verhängt und die Reisen eingeschränkt, hieß es in der Branche. Den Beschäftigten sei zudem empfohlen worden, weniger zu drucken.

Das Unternehmen bestätigte, dass die Sparanstrengungen intensiviert wurden, äußerte sich aber nicht zu einer mögliche Gewinnwarnung.

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