Stahlindustrie
Stiftung übernimmt Stahlwerk an der Saar

Die Stahlindustrie im Saarland wird neu geordnet: Der Stahlkonzern Arcelor-Mittal verkauft 21,2 Prozent seiner Beteiligung an der Dillinger Hütte und gibt damit die Mehrheit an dem profitablen Unternehmen ab. Käufer des Pakets sind die Dillinger Hütte selbst und die Montan-Stiftung-Saar, die 2001 mit Hilfe des Saarlandes ins Leben gerufen wurde.

DÜSSELDORF. Die Stiftung übernimmt damit faktisch die Kontrolle über die saarländische Stahlindustrie. Über eine Zwischenholding gehören der Stiftung die Saarstahl AG und rund 60 Prozent der Dillinger Hütte. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten stillschweigent.

Saarlands Ministerpräsident Peter Müller begrüßte die Neuordnung: Daran zeige sich, dass die Gründung der Stiftung richtig war. Mit Blick auf die Arbeitsplätze sei das Zusammenrücken von Dillinger Hütte und Saarstahl zielführend, sagte Müller.

Die Landesregierung wie auch die Stiftung betonten, dass es keine Verbindung zwischen ihnen gebe. "Wir stehen nicht unter staatlichem Einfluss. Der Staat hält sich seit zehn Jahren raus", betonte Michael Müller, Vorstand der Montan-Stiftung-Saar.

Die Stiftung hat durch die Mehrheitsübernahme ein langes Ringen mit Arcelor-Mittal für sich entschieden. Noch im Juni hatte der indische Weltmarktführer erklärt, dass er die Dillinger Hütte mit ihrem Jahresumsatz von zuletzt 2,6 Mrd. Euro gern komplett übernehmen wolle. Geplant war, das Werk in den Konzern zu integrieren.

Den Plänen stemmte sich jedoch die Montan-Stiftung entgegen, die sich laut Satzung der Erhalt und Ausbau der Stahlindustrie im Saarland verschrieben hat. "Dillinger soll nun als eigenständiges Unternehmen geführt werden und nicht als Teil eines Konzerns", sagte Müller. Arcelor-Mittal ist mit Standorten in Eisenhüttenstadt, Bremen, Hamburg und Duisburg hinter Thyssen-Krupp der zweitgrößte Stahlproduzent Deutschlands.

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