Stahlindustrie
Warnstreik in Ostdeutschland

Die IG Metall hat nach erfolglosen Tarifverhandlungen zu Warnstreiks in der ostdeutscher Stahlindustrie aufgerufen. In der vergangenen Woche hatten tausende Arbeiter in drei Bundesländern die Arbeit niedergelegt.
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BerlinDie zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 8000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie ist am Donnerstag in Berlin ergebnislos beendet worden. Die Tarifkommission der IG Metall rief daraufhin die

Gewerkschaftsmitglieder in den ostdeutschen Stahlbetrieben zu Warnstreiks am kommenden Montag auf, wie die Gewerkschaft mitteilte. „Die Arbeitgeber hatten zu keiner unserer Forderungen ein Angebot“, sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Weder beim Einkommen noch zu einem besseren Ausstieg älterer Beschäftigter sowie zur unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten haben sich die Arbeitgeber ernsthaft bewegt.“

Erwartet wird, dass sich an den Warnstreiks die Stahlstandorte Eisenhüttenstadt, Gröditz und Brandenburg/Havel beteiligen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass mit Beginn der Frühschicht etwa 1500 Beschäftigte vorübergehend die Arbeit niederlegen.

In der vergangenen Woche hatten mehrere tausend Arbeiter in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen die Arbeit niedergelegt.

Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent höhere Einkommen und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. November für zwölf Monate. Zudem strebt sie eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden sowie eine verbesserte Altersteilzeit an. Tarifverträge zur Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und Demografie sollen zu einem einheitlichen Tarifwerk zusammengefasst werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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