Stahlkocher
Thyssen-Krupp schließt Stellenabbau nicht aus

Thyssen-Krupp hat bei der Vorlage seiner Jahreszahlen die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen: Allerdings macht die Rezession dem Stahlkocher Sorgen: Im laufenden Jahr könnten Umsatz und Gewinn sinken. Deshalb kündigte Thyssen-Krupp ein Sparprogramm an.

HB DÜSSELDORF. Der Industriekonzern Thyssen-Krupp stellt sich auf ein schwieriges Jahr ein und setzt ein Sparßrogramm in Gang. Für das laufende Geschäftsjahr (bis 30. September) sei mit einem „deutlichen konjunkturbedingten Umsatzrückgang“ zu rechnen, teilte Deutschlands größter Stahlkocher am Freitag zur Vorlage aktueller Zahlen mit. „Dies wird sich im Ergebnis entsprechend niederschlagen.“ Der Ausmaß des Rückgangs könne zurzeit noch nicht zuverlässig abgeschätzt werden, hieß es.

Thyssen-Krupp schließt mögliche Personalmaßnahmen als Reaktion auf die Wirtschaftskrise nicht aus. „Produktionsstillstände, Kurzarbeit oder Personalanpassungen“ könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte Vorstandschef Ekkehard Schulz am Freitag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Essen. „Sie werden von der Tiefe und der Dauer der weltwirtschaftlichen Krise abhängen.“ Darüber hinaus sollten weitere Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Thyssen-Krupp kündigte in Reaktion auf die Wirtschaftskrise ein Sparprogramm an: Es seien klare Maßnahmen getroffen worden, um die Kosten im Konzern zu reduzieren. Das Sparprogramm soll die jährliche Kostenbasis um mehr als eine Mrd. Eueo senken. Dies bestätigte der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz in Essen.

Eine Kostensenkung um eine Mrd. Euro werde nicht ausreichen, um die Finanzziele des Konzerns zu erreichen, sagte er. Angesichts der Finanzkrise müsse der Konzern außerdem die bereits geplanten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und die damit verbunden Strukturveränderungen deutlich schneller umsetzen als eigentlich geplant.

2010 will Thyssen-Krupp wieder auf den „Wachstumspfad zurückkehren“. Vorraussetzung sei, dass die Weltwirtschaft sich wieder erhole und an Wachstumstempo gewinne. „Wir sind überzeugt, dass unsere 2005 aufgelegte Wachstumsstrategie richtig ist“, hieß es. Beeinträchtigungen wie durch die Finanzkrise könnten zu zeitlichen Verschiebungen führen, der langfristige Unternehmenserfolg bleibe davon aber unberührt.

Thyssen-Krupp fasste seine mittel- und langfristigen Ziele zusammen: Vor allem werde nach Inbetriebnahme der neuen Werke in Brasilien und den USA werde ein Vorsteuerergebnis vor Sondereffekten von vier bis fünf Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz solle in diesem Zeitraum 60 bis 65 Milliarden Euro erreichen.

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