Stahlkonzern
Thyssen-Krupp kommt beim Werksverkauf voran

Thyssen-Krupp hat sich in den USA und Brasilien verhoben. Nach Milliardenverlusten möchte der Konzern nun Stahlwerke verkaufen. Offenbar gibt es bereits mehrere Interessenten.
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DüsseldorfThyssen-Krupp kommt mit dem Verkauf seiner Stahlwerke in den USA und Brasilien offenbar voran. Der Konzern verhandle nach Abschluss der ersten Bieterrunde für Steel Americas in der vergangenen Woche nun mit mindestens fünf verbliebenen Interessenten, berichtete die Zeitung "Die Welt" am Mittwoch. Dazu zählten der koreanische Konkurrent Posco, die japanische JFE Steel Corporation sowie Weltmarktführer Arcelor Mittal.

Letzterer wolle aber nur für das Werk im US-Bundesstaat Alabama bieten. Im Rennen sei zudem der brasilianische Bergbaukonzern Vale, dem bereits 26,87 Prozent am Werk in Brasilien gehören und der deswegen ein Vorkaufsrecht habe, berichtete das Blatt.

Thyssen-Krupp wollte sich zum Prozess nicht näher äußern. "Das Interesse ist nach wie vor hoch und wurde durch Werksbesichtigungen vor Ort weiter bestärkt", sagte ein Sprecher. "Wegen der Komplexität des Prozesses und des unterschiedlichen Interesses potenzieller Investoren an einem beziehungsweise beiden Werken, können wir zum weiteren Zeitplan aktuell keine Angaben machen."

Thyssen-Krupp hat sich mit der Expansion des Stahlgeschäfts in den USA und Brasilien verhoben. Nach Milliardenverlusten der beiden neuen Werke zog der Konzern im Mai die Notbremse und prüft seine strategischen Optionen - einen Verkauf oder den Einstieg eines Partners. Konzernchef Heinrich Hiesinger will bei einem Verkauf mindestens einen Buchwert von sieben Milliarden Euro erlösen. Einige Banker bezifferten den Wert jedoch lediglich auf drei bis vier Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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