Stahlkonzern verkauft Aluminium-Sparte
Corus steigert 2005 den Gewinn

Dank höherer Stahlpreise und Kosteneinsparungen hat der britisch-niederländische Stahlkonzern Corus sein Ergebnis im vergangenen Jahr gesteigert. Im vierten Quartal verbuchte Corus aufgrund von rückläufigen Stahllieferungen allerdings Ergebniseinbußen. Die Aluminium-Sparte wird zudem verkauft.

HB LONDON. Der operative Gewinn sei 2005 auf 680 Mill. britische Pfund von 662 Mill. im Vorjahr geklettert, teilte der drittgrößte Stahlkonzern Europas am Donnerstag in London mit. Der Umsatz wuchs von 9,33 Mrd. auf 10,14 Mrd. Pfund und der Überschuss von 441 Mill. auf 451 Mill. Pfund.

Der Ergebniszuwachs in dem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld demonstriere die gute Aufstellung des Konzerns, sagte Vorstandschef Philippe Varin. Zur Verbesserung der Bilanzstruktur habe auch der Verkauf von Randbeteiligungen beigetragen. Varin kündigte zudem an, Corus werde die Aluminiumwalz-Aktivitäten an Aleris veräußern. Der Kaufpreis betrage 826 Mill. Euro.

Corus demonstrierte Zuversicht für den weiteren Jahresverlauf. Die weltweite Nachfrage nach Stahl bleibe hoch und die Lagerbestände seien auf das normale Maß zurückgegangen. Auf Grund von Lagerbeständen bei den europäischen Kunden waren die Preise vor knapp einem Jahr unter Druck geraten.

Wie der Stahlhersteller am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2005 mitteilte, standen dem Rückgang höhere Verkaufspreise und Einparungen entgegen. Den Angaben zufolge sank der Nettogewinn im vierten Quartal auf 64 (Vorjahr 166) Mill. Pfund. Das Ebitda ohne Restukturierungskosten und Goodwill-Abschreibungen ging auf 193 (322) Mill. Pfund zurück.

Das Unternehmen lag damit über den Erwartungen von Analysten, die einen Ebitda-Rückgang auf 166 Mill. Pfund erwartet hatten. Für das erste Quartal rechnet der Hersteller mit höheren Energiekosten. Im zweiten Quartal dürften die Stahlpreise wieder anziehen, hieß es weiter.

Analysten begrüßten den Verkauf der Aluminium-Sparte für 570 Mill. Pfund. Die Aktien von Corus notierten zwischenzeitlich mit einem Plus von 5,3 Prozent bei 81,5 Pence. Der Verkaufspreis sei höher als erwartet, sagten die Experten. Der Verkauf der Sparte signalisiere dem Markt, dass Corus nun als ein Unternehmen operiere und nicht als ein Unternehmen mit zwei separaten Bereichen. Dies sei wichtig, wenn ein Unternehmen zum Verkauf stehe oder nach Partnerschaften suche.

Analysten von J.P. Morgan sagten, die Ergebnisse des Unternehmens lägen im Rahmen der Erwartungen. Nach Angaben von Corus sank das Ergebnis je Aktie (dilutiert) im vierten Quartal auf 1,68 (3,54) Pfund. Der Absatz ging um 3 Prozent auf 2,42 Mrd. Pfund zurück. Das Unternehmen will für das Quartal eine Dividende von 1 Pence ausschütten, wodurch sich für das Gesamtjahr eine Auszahlung von 1,5 Pence ergibt. Ende 2004 zahlte Corus keine Dividende.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%