Stahlkonzern: Voestalpine erhöht Prognose

Stahlkonzern
Voestalpine erhöht Prognose

Für den österreichischen Stahlkonzern Voestalpine ist es im dritten Quartal 2010/11 aufwärts gegangen. Das Unternehmen hat den Gewinn mehr als verdoppelt und die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht.
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WienGute Geschäfte mit deutschen Auto- und Maschinenbauern haben dem Stahlkonzern Voestalpine im dritten Quartal 2010/11 mehr Gewinn als erwartet beschert.

Unter dem Strich verdiente der Konzern 150,6 Millionen Euro, nach 71,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal, wie das österreichische Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Linzer hoben ihre Jahresprognose an. Die Aktie verteuerte sich um zwei Prozent auf 33,875 Euro.

Der Aufschwung in Deutschlands Auto- und Maschinenbauindustrie brachte Voestalpine nach dem herben Einbruch im Jahr 2009 eine nahezu volle Auslastung. Im Zeitraum Oktober bis Dezember stiegen die Erlöse um 30 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Im Kerngeschäft Stahl machte Voestalpine rund 30 Prozent mehr Umsatz, vor allem mit den großen deutschen Autobauern. Das größte Wachstum wies wie erwartet die Sparte Edelstahl mit knapp 40 Prozent Plus aus. Mit steigenden Investitionen belebte sich das Geschäft für Werkzeugstahl. Mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von 244 Millionen Euro lag das Unternehmen über dem Konsensus von 224 Millionen Euro.

Voestalpine hat auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufes die Erwartungen nach oben geschraubt. Ein Ebit von rund 850 Millionen Euro soll im Ende März endenden Geschäftsjahr erzielt werden, nach 352 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Zuletzt hatte die Prognose auf über 800 Millionen Euro gelautet.

Deutlich mehr Absatz hat zuletzt auch ThyssenKrupp verzeichnet. Deutschlands größter Stahlerzeuger wies aber im ersten Quartal 2010/11 wegen hoher unerwarteter Anlaufkosten für neue Werke weniger Gewinn aus.

Die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, der Maschinenbau, die Konsumgüterindustrie und auch der Energiesektor stellten sich weiter positiv dar. Zumindest bis Jahresmitte sei eine volle Auslastung der Werke absehbar, hieß es in der Aussendung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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