Stahlkonzerne
Thyssen-Krupp hofft auf Erholung

Das abgelaufene Quartal war rabenschwarz für die Stahlindustrie. Rasant ging es mit den Bestellungen bergab, verschont blieb davon auch Deutschlands Marktführer Thyssen-Krupp nicht. Doch der Industriekonzern erwartet noch im ersten Quartal leichte Verbesserung beim Stahlabsatz.

DUISBURG. Der Finanzvorstand der Stahlsparte, Peter Urban, blickt dennoch mit einem Funken Zuversicht auf das erste Quartal des neuen Jahres: „Unser Auftragseingang wird Anfang 2009 wohl wieder steigen, allerdings bewegen sich die Zahlen weiter auf insgesamt niedrigem Niveau“, sagte Urban dem Handelsblatt. Die Monate Oktober und November seien „extrem mies“ gewesen.

Den Stahlfirmen setzt die Krise der Automobil- und Bauindustrie zu. Der Nachfragerückgang summiert sich zum Teil auf über 50 Prozent. Die Gründe für den extremen Einbruch sind dieselben, die Thyssen-Krupp Steel nun Hoffnung machen: Um Abschreibungen auf ihre Bestände zu vermeiden, haben Kunden ihre Läger geleert. Der Einbruch beim Auftragseingang lag daher über dem realen Produktionsrückgang bei den Kunden. Urban erwartet, dass im Januar und Februar die ausgebliebenen Bestellungen zumindest teilweise nachgeholt werden.

Analysten und Konzernlenker sind sich einig darin, dass die Stahlbranche in diesem Jahr weiter von der Konjunkturkrise belastet wird. Offen ist nur, wie stark der Wirtschaftsabschwung den Industriezweig treffen wird. Eine erste Abschätzung ist wohl erst zum Ende des ersten Quartals möglich, sind sich die Experten einig.

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