Stahlsparte
IG Metall kritisiert möglichen Thyssen-Stellenabbau

Die Gewerkschaft IG Metall hat Überlegungen von Thyssen-Krupp zu einem möglichen Stellenabbau in der schwächelnden Stahlsparte des Unternehmens scharf kritisiert.

HB DÜSSELDORF. "Ich bin empört, das ist eine Ungeheuerlichkeit", sagte der stellvertretende Aufsichtsratchef von Thyssen-Krupp Steel und Vize-Chef der IG Metall, Detlef Wetzel, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. "Wenn einem nach sechs Wochen Krise nichts anderes einfällt, als 1500 Stellen zu streichen, dann haben wir ein Problem. Dann muss man sich über den Vorstand Gedanken machen", fügte er hinzu.

Ein IG-Metall-Sprecher sagte Reuters am Donnerstagabend, es lägen Informationen vor, wonach Thyssen-Krupp Steel 1500 Stellen streichen wolle. "Diese Zahl existiert nicht", bekräftigte hingegen ein Sprecher von Thyssen-Krupp Steel. Ein Stellenabbau werde geprüft, es gebe aber noch keine Entscheidung.

Wetzel sagte der Zeitung, das Unternehmen befinde sich nicht in einer Notsituation. "Es ist hochprofitabel und hat Milliardengewinne gemacht. Da ist Arbeitsplatzabbau moralisch nicht zu rechtfertigen."

Die Thyssen-Krupp Steel AG beschäftigt in Deutschland rund 20 000 Mitarbeiter. Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz hatte bereits auf der Hauptversammlung im Januar Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen. Er will konzernweit über eine Milliarde Euro einsparen. Bislang hat der Konzern unter anderem mit Kurzarbeit auf die Krise reagiert.

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