Standort Europa
Fiat stellt italienische Werke infrage

Keine der Fabriken auf Heimatboden verdiene Geld, sagt Sergio Marchionne, der Chef des Autoherstellers, in einem Interview. Von seinen Mitarbeitern forderte er mehr Flexibilität - und deutete Konsequenzen an.
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HB MAILAND. Der Autobauer Fiat würde nach den Worten seines Chefs Sergio Marchionne ohne die defizitären Werke in seinem Heimatland Italien besser dastehen. "Fiat könnte mehr erreichen, wenn man Italien aus den Ergebnissen rausrechnen würde", sagte Marchionne in einem TV-Interview am Sonntag. Kein einziger Euro aus dem für 2010 angestrebten Unternehmensgewinn von zwei Milliarden Euro stamme aus Italien.

Alle italienischen Fabriken schreiben Marchionne zufolge rote Zahlen. Fiat hatte Investitionen von 20 Milliarden Euro in Italien unter der Bedingung versprochen, dass sich die Mitarbeiter flexibler bei der Produktion zeigten. "Wir können nicht in alle Ewigkeit den Betrieb mit einem Verlust fortsetzen", mahnte er.

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  • im Gegensatz zu den Deutschen, die sehr chauvinistisch in ihrem Einkaufsverhalten sind, kauft der italiener gerne ausländische Produkte, vielleicht um zu zeigen dass er klüger ist oder weil er denkt dass er dadurch mehr beachtet wird. interessant ist auch die permanente Schleichwerbung über allen Medien in Deutschland mit "Made in Germany" als Synonym für Qualität.
    Dieses Verhalten ist auch eine Art Protektionismus, vielleicht sollten die andere EU-Länder das auch versuchen, nicht dass ich es für gut halte aber der National-Egoismus will es so.

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