Standort Schweinfurt
Schaeffler streicht 500 Stellen

500 Angestellte des Autozulieferers Schaeffler müssen um ihren Arbeitsplatz fürchten. Insgesamt arbeiten bei Schaeffler in Schweinfurt rund 6000 Menschen. Die Firma will den Betroffenen entgegenkommen.
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HamburgDer Autozulieferer Schaeffler baut in Schweinfurt 500 Stellen ab. Im Zuge der Verlagerung der Radlagerproduktion ins billigere Ausland schrumpft die Belegschaft in dem Bereich bis Ende 2016 auf 350 Mitarbeiter, wie ein Sprecher am Dienstag erläuterte. Da Schaeffler 85 neue Arbeitsplätze schaffen wolle, seien in der Automotive-Sparte dort unter dem Strich rund 430 Arbeitsplätze gesichert. Insgesamt arbeiten bei Schaeffler in Schweinfurt rund 6000 Menschen in verschiedenen Geschäftsfeldern.

Die Radlagerproduktion soll binnen drei Jahren nach Kysuce in der Slowakei verlagert worden, wo Schaeffler bereits einen Standort hat. Hintergrund sei der hohe Wettbewerbsdruck in diesem Segment, der eine wirtschaftliche Fertigung in Deutschland nicht mehr zulasse, begründete das fränkische Familienunternehmen den Schritt. Um den Personalabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten, soll den betroffenen Mitarbeitern ein früherer Renteneintritt, Abfindungen oder die Versetzung in andere Unternehmensbereiche schmackhaft gemacht werden.

Schaeffler stellt unter anderem Komponenten für Motoren und Getriebe sowie Wälz- und Gleitlager für die Schwerindustrie oder für Schienenfahrzeuge her. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 76.000 Menschen, in Deutschland sind es 29.000.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wie sozialverträglich das bei Schaeffler durchgezogen wird, weiß man spätestens seit der verkorksten Contiübernahme im Jahr 2009.

  • Der unfähige Schaeffler Junior wird den Betrieb vor die Wand fahren.
    Das ist ein technikfremder Dilettant.

  • Nachbrenner:

    Man muss dem Unternehmen allerdings zugute halten, dass es offensichtlich versucht, einen Teil der Stellen sozialverträglich abzubauen.

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