Standortentscheidung
VW-Werk wahrscheinlich in Alabama

Die Standortsuche von Volkswagen für das neue Werk in den USA kommt offenbar gut voran. Laut Medienberichten kristallisiert sich der Bundesstaat Alabama als wahrscheinlicher Standort heraus. Es gibt allerdings noch einen Plan B.

HB WOLFSBURG. VW nähert sich einer Entscheidung über das geplante neue Werk in den USA. Derzeit werde der Bundesstaat Alabama als bevorzugter Standort gesehen, berichtet die Branchenzeitung „Automobilwoche“ in ihrer neuen Ausgabe unter Berufung auf ranghohe Konzernquellen. Der Bundesstaat im Südosten der USA zeichne sich durch eine dichte Struktur potenzieller Zulieferunternehmen aus. Zudem seien ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden, die Stadt Mobile verfüge überdies über einen bedeutsamen Seehafen. In Alabama hat unter anderem bereits Daimler sein Werk Tuscaloosa.

Nach früheren Angaben will VW noch im Juli über den Bau eines US- Werks entscheiden. Laut „Automobilwoche“ will sich der Aufsichtsrat am 15. Juli damit befassen, am kommenden Dienstag werde zunächst der Vorstand über das Thema sprechen. VW-Chef Martin Winterkorn hatte gesagt, die Produktion solle bereits im Jahr 2010 anlaufen. Durch den hohen Euro-Kurs sind europäische Autohersteller im US-Markt auf möglichst hohe Produktionsanteile in Amerika angewiesen. VW hatte sein letztes US-Werk 1998 geschlossen, der Konzern schreibt in den USA seit Jahren rote Zahlen.

Die „Automobilwoche“ berichtet weiter, ein VW-Werk im US- Bundesstaat Tennessee gelte nach Insider-Angaben noch als „Plan B“ in Alternative zu Alabama. Der Bundesstaat Michigan im Norden der USA mit der US-„Autohauptstadt“ Detroit habe dagegen keine Aussicht mehr auf den Zuschlag. Ein VW-Sprecher sagte am Samstag auf Anfrage, er könne die Standort-Spekulationen nicht kommentieren. „Es gibt keine Entscheidung, die ist noch nicht getroffen.“

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