Standortsicherungsvertrag mit Kündigungsschutz
Porsche wird niemanden entlassen

Porsche will in den kommenden fünf Jahren mehr als 600 Millionen Euro in seine drei westdeutschen Standorte investieren. Betriebsrat und Vorstand haben sich auch endgültig auf einen Beschäftigungssicherungpakt geeinigt, der Kündigungen bis 2010 ausschließt.

HB STUTTGART. Der Vorstand habe im Rahmen des neuen Beschäftigungspaktes entschieden, in Stuttgart-Zuffenhausen, Weissach und Ludwigsburg zu investieren, teilte Porsche am Freitag in Stuttgart mit. Für das Werk in Leipzig, für das der Standortsicherungsvertrag nicht gilt, verhandelt Porsche derzeit noch mit der Arbeitnehmervertretung über einen neuen Haustarifvertrag. Das sächsische Werk gilt als Favorit für die 2009 auf den Markt kommende vierte Baureihe von Porsche.

Für die drei westdeutschen Werke hat Porsche mit der Arbeitnehmervertretung eine Beschäftigungssicherung für rund 8300 Mitarbeiter unterzeichnet, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende Juli 2010 ausschließt. Im Gegenzug erlaubt die Vereinbarung pro Jahr zwölf zusätzliche Sonderschichten und eine Flexibilisierung der Arbeitszeit durch den Wegfall von Zuschlägen. „Mit diesen und weiteren Maßnahmen wurde ein signifikanter Produktivitätssprung erreicht“, erläuterte Porsche. Porsche werde künftig mit gleichen Personal deutlich mehr Fahrzeuge in Zuffenhausen bauen können.

Von den 600 Millionen Euro an Investitionen soll eine neue Lackierei im Stammwerk Zuffenhausen gebaut werden. Dort werden alle Modelle der Sportwagen-Baureihe 911 sowie alle Motoren produziert. Porsche beschäftigt hier 4800 Mitarbeiter. Zuffenhausen wird zum Weltmotoren-Werk ausgebaut und liefert alle Antriebe für derzeitige und künftige Modelle, so auch für die neue vierte Baureihe "Panamera". Im Entwicklungszentrum in Weissach, in dem 2800 Menschen beschäftigt sind, sollen in den kommenden Jahren mehr als 250 Millionen Euro in Gebäude, Anlagen und den Ausbau der Motorsport- Infrastruktur investiert werden. Das Ersatzteillager bleibe in Ludwigsburg, wo Porsche 700 Mitarbeiter beschäftigt.

"Wir können stolz darauf sein, dass uns dies ohne Arbeitsplatzabbau und Lohnverzicht für die Mitarbeiter gelungen ist. Mit dieser Vereinbarung zeigen wir, dass wir es ernst meinen mit dem Standort Deutschland und der sozialen Verantwortung für unsere Belegschaft", sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking.

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