Starke Nachfrage auf dem Stahlmarkt
SGL Carbon verdreifacht Quartalsgewinn

Der Wiesbadener Grafitelektrodenhersteller SGL Carbon hat im dritten Quartal dank der anhaltend starken Nachfrage auf dem Stahlmarkt seinen Betriebsgewinn zum Vorjahr fast verdreifacht.

HB FRANKFURT. Für den Rest des Geschäftsjahres rechnete das Unternehmen mit einer weiterhin guten Entwicklung in den Kerngeschäften und beschloss ein weltweites Einsparprogramm für die Verwaltung. Unter dem Strich schrieb das Wiesbadener aber noch immer rote Zahlen, wenngleich sich der Nettoverlust deutlich reduzierte. Vor Aufwendungen für Kartellrisiken und Restrukturierungen habe der Betriebsgewinn 19,5 (Vorjahr 6,7) Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Schnitt mit 17,2 Millionen Euro gerechnet. Den Jahresfehlbetrag beziffert SGL Carbon mit 3,1 (minus 17) Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Zeitraum Juli bis Ende September auf 264,6 Millionen Euro nach 254,6 Millionen im Jahr davor.

Der Vorstand äußerte sich optimistisch zur weiteren Geschäftsentwicklung. „SGL Carbon will das operative Konzernergebnis vor und nach Restrukturierungen im vierten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich verbessern“, schrieb das Management in seinem Zwischenbericht. Im Schlussquartal des Vorjahres hatte das Unternehmen operativ 14,2 Millionen Euro vor Sonderposten verdient.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres verdoppelte SGL Carbon den Betriebsgewinn vor Aufwendungen für Kartellverfahren und Restrukturierung auf 51,0 (Vorjahr 24,7) Millionen Euro. Der Umsatz in diesem Zeitraum ging dagegen leicht zurück auf 769,2 Millionen Euro nach 773,4 Millionen Euro.

Das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen hatte die Preise für sein Kernprodukt Grafitelektroden mehrfach angehoben. Grafitelektroden werden in Hochöfen für die Elektrostahlproduktion eingesetzt. SGL Carbon ist auf dem Weltmarkt führend bei Grafit- und Karbonprodukten. Die SGL-Carbon-Aktie gewann am Morgen 1,6 Prozent auf 9,90 Euro, nachdem das Papier am Vortag mit einem Minus von rund vier Prozent zu den größten Verlierern im Index gehört hatte.

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