Industrie

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Starker Jahresabschluss: Maschinenbauer haben das Schlimmste hinter sich

Die Branche hat ihren Tiefpunkt hinter sich. Das Jahr endete für den Deutschen Maschinenbau mit einem deutlichen Orderplus. Vor allem die Erfolge in den Krisenländern stimmen zuversichtlich.

Ein Arbeiter in einem Werk der ZF Friedrichshafen AG. Für die deutschen Maschinenbauer geht es weiter bergauf. Quelle: dpa
Ein Arbeiter in einem Werk der ZF Friedrichshafen AG. Für die deutschen Maschinenbauer geht es weiter bergauf. Quelle: dpa

DüsseldorfDie deutschen Maschinenbauer haben mit einem Orderplus im Dezember für einen hoffnungsfrohen Jahresabschluss gesorgt. „Das bestätigt unsere Annahme, dass wir den Tiefpunkt hinter uns haben“, sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt beim Branchenverband VDMA, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

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Vor allem das Orderplus aus den krisengeschüttelten Euro-Partnerländern mit 15 Prozent sorge für Zuversicht. Das sei der beste Wert des Jahres gewesen. Wiechers betonte: „In Summe steht für das Jahr 2012 insgesamt ein Minus von drei Prozent, ein - gemessen am wirtschaftlichen Umfeld - durchaus respektables Ergebnis.“

Im Dezember habe der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau aber mit vier Prozent wieder zu den Plusraten der Monate September und Oktober zurückgefunden. Das Auslandsgeschäft legte um fünf Prozent zu, die Inlandsbestellungen um ein Prozent. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatszeitraum von Oktober bis Dezember lag das Plus insgesamt bei drei Prozent, die Inlandsaufträge bei minus ein und die Auslandsaufträge bei plus vier Prozent.

Die Maschinenbauer hatten im September erstmals nach knapp einem Jahr wieder ein Auftragsplus verbucht. Der Branche mit ihren mehr als 900.000 Beschäftigten, zu der neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, Gildemeister und GEA gehören, macht die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung zu schaffen. Die Kunden halten sich mit Investitionen in neue Maschinen und Anlagen zurück.

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