Starker Konkurrenzdruck unter den deutschen Premiumherstellern
Neue Luxuskarossen überrollen den chinesischen Markt

Diesmal kommt Audi-Chef Martin Winterkorn gleich mit nach Peking. An der wichtigsten Prachtstraße der Hauptstadt unterhalten die Ingolstädter seit Juli ein exklusives Auto-Forum, klar abgetrennt vom Schauraum der Konzernmutter VW.

mg PEKING. An dieser Nobeladresse wollen die Ingolstädter heute die Sechs-Liter-Version des A8 für den am schnellsten wachsenden Luxuswagenmarkt der Welt enthüllen.

Eine ehrgeizige Vorwärtsverteidigung in einem Segment, in dem sich der Wettbewerb noch einmal verschärft. Mitstreiter BMW wird in drei Tagen seine chinesische Joint- Venture-Fabrik einweihen. Audi wollte diesem Termin auf jeden Fall zuvorkommen. Das deutsch-deutsche Termingerangel in Chinas boomendem Edel-Segment spricht Bände. Der Markt weckt kühnste Manager-Träume und ist umkämpft wie nie zuvor.

Die schärfste Konkurrenz für Audi, den Marktführer in Chinas Luxussegment, kommt aus Deutschland. Daimler-Chrysler hat zu Monatsbeginn während des Berlin-Besuchs von China-Premier Wen Jiabao grünes Licht für die Vor-Ort-Fertigung von C- und E-Klasse von 2005 an bekommen. Auch die internationale Konkurrenz hat für China Luxusmodelle in der Pipeline. Volvo führte im April in Schanghai mit Pomp und Getöse ein neues Modell ein, US-Konkurrent General Motors (GM) will in diesem Jahr den Cadillac nach China bringen.

Wie angespannt die Automanager in den Wettkampf um die Topklasse in China gehen, zeigt das PR-Scharmützel zwischen BMW und Audi 2003 in Peking. Die Münchener brachen ein Branchen-Tabu, als sie den in China so erfolgreichen A6 als Behörden-Auto deklarierten. Audi rückt diese Behauptung seitdem in jeder Pressemitteilung zurecht und verweist darauf, dass der Anteil privater Käufer für das Modell 70 % erreicht habe.

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