Starkes China-Geschäft
Anlagenbauer Dürr auf Rekordkurs

Die Automobilindustrie dürstet nach mehr Automatisierung und neuen Anlagen. Davon profitiert der Maschinenbauer Dürr und ist auf dem Weg zu einem weiteren Rekordjahr – trotz eines gesunkenen Umsatzes.
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StuttgartDer Maschinen- und Anlagenbauer Dürr sieht sich dank anhaltend guter Nachfrage aus der Automobilindustrie nach Lackieranlagen und Automatisierungstechnik auf gutem Weg zu einem weiteren Rekordjahr. Obwohl der Umsatz im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2013 deutlicher als erwartet um 3,5 Prozent auf 542,5 Millionen Euro schrumpfte, rechnet der Konzern bis Jahresende mit einem Anstieg der Erlöse zum Vorjahr auf 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro. Der leichte Umsatzrückstand in den ersten drei Monaten werde in den kommenden Quartalen aufgeholt, wie Dürr am Dienstag in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart mitteilte.

Der Auftragsbestand sei in den Monaten Januar bis März um zehn Prozent auf den Höchststand von rund 2,48 Milliarden Euro geklettert. Mit diesem Orderbuch im Rücken ist Dürr rechnerisch ein Jahr ausgelastet. Zum Jahresende werde der Auftragsbestand voraussichtlich bei mindestens zwei Milliarden Euro liegen, stellte das Unternehmen mit knapp 7800 Mitarbeitern in Aussicht. Im ersten Quartal stockte Dürr die Belegschaft um gut 130 Stellen auf, um die Aufträge fristgerecht abarbeiten zu können.

Der Maschinen- und Anlagenbauer hat sich mit dem China-Geschäft ein starkes Standbein verschafft: Mehr als 40 Prozent der Bestellungen gingen im Auftaktquartal aus dem Reich der Mitte ein. Dort sind die Wettbewerber nicht so stark vertreten wie Dürr. Damit umschifft der Konzern derzeit die Konjunkturflaute in Europa.

Angesichts der hohen Auslastung kletterte der operative Gewinn in den ersten drei Monaten dieses Jahres um knapp 22 Prozent auf 36 Millionen Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. Der Nachsteuergewinn legte um knapp ein Drittel auf 22,7 Millionen Euro ebenfalls stärker als von den Börsenexperten kalkuliert zu. Die operative Marge stieg binnen Jahresfrist auf 6,6 von 5,3 Prozent. Am Jahresende werde das operative Ergebnis sieben bis 7,5 Prozent vom Umsatz betragen, bekräftigte Dürr die bisherige Gewinnprognose. Auch beim Gewinn nach Steuern seien dank eines verbesserten Finanzergebnisses Zuwächse zu erwarten. Die Belegschaft soll bis Ende 2013 auf voraussichtlich 8000 Beschäftigte wachsen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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