Starkes zweites Quartal
Henkel legt saubere Quartalsbilanz vor

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat im zweiten Quartal seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) gesteigert. Das Unternehmen schnitt besser ab als von Analysten erwartet und sieht sich auf Kurs, seine Prognosen für das Gesamtjahr 2005 zu erfüllen.

HB DÜSSELDORF. „Die positive Entwicklung des ersten Quartals setzte sich auch im zweiten Quartal fort“, bilanzierte Henkel-Chef Ulrich Lehner am Mittwoch in Düsseldorf. Henkel habe im zweiten Quartal bei einem Umsatz von drei Milliarden Euro ein Ebit von 296 Millionen erwirtschaftet. Bereinigt um Wechselkurseffekte legte das betriebliche Ergebnis damit um 14 Prozent zu. Unter dem Strich verdiente Henkel netto 196 Millionen Euro, ein halbes Prozent mehr als im Vorjahr. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt ein Ebit von 296 Millionen Euro bei einem Umsatz von 2,934 Milliarden erwartet. Den Reingewinn schätzten sie im Mittel bei 188 Millionen Euro.

Besonders stark konnte der durch Marken wie Pritt oder Persil bekannte Konzern im wichtigen Geschäftsbereich Wasch- und Reinigungsmittel zulegen. Dort erreichte das betriebliche Ergebnis 103 (Vorjahr: 88) Millionen Euro. Auch alle anderen Sparten konnten das Ergebnis steigern. Für den deutschen Markt, in dem Henkel lange unter Preiskämpfen und der Konsumschwäche litt, sieht der Konzern nun nun wieder Wachstum: „Neben der unverändert guten Entwicklung in unseren Wachstumsregionen setzte sich auch der positive Trend in Europa, einschließlich Deutschland fort.“

Henkel bekräftigte seine Jahresprognose und erwartet weiter eine Steigerung des betrieblichen Ergebnisses - bereinigt um Wechselkurseffekte - „im hohen Zehnprozentbereich“, also knapp unter 20 Prozent. In der ersten Jahreshälfte stieg das Ebit bereits um 20 Prozent auf 561 (467) Millionen Euro. Der Umsatz soll organisch - ohne Zukäufe - zwischen drei und vier Prozent zulegen.

Henkel hatte bereits angekündigt, im Mittelpunkt des Jahres 2005 werde die Integration der milliardenschweren Zukäufe des Vorjahres stehen. Der Konzern hatte unter anderem den US-Konsumgüterhersteller Dial übernommen, es war der größte Zukauf der Firmengeschichte. Damit will Henkel auch dem US-Riesen Procter&Gamble in dessen Heimatmarkt die Stirn bieten. Der US-Konzern hatte Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal ebenfalls kräftig gesteigert.

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