Statistik
Deutsche trinken wieder mehr Bier

Die Bierbranche jubelt: Der Bierdurst der Deutschen nimmt wieder zu, wenn auch nur minimal um 0,4 Prozent. Dennoch: Das hat es seit Jahren nicht gegeben. Über die Gründe spekulieren die Statistiker. Indirekt dürfte die Wirtschaftskrise für den Bierdurst gesorgt haben.
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HB WIESBADEN. Die Verbraucher in Deutschland haben erstmals seit längerem wieder mehr Durst auf Bier. Der Absatz im Inland stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent auf 23,6 Mio. Hektoliter, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im ersten Halbjahr war der Bierabsatz im Inland noch um 4,1 Prozent gesunken. Der Gesamtabsatz sank wegen des schwachen Auslandsgeschäfts im dritten Quartal dennoch. Die hierzulande ansässigen Brauereien setzten insgesamt 1,3 Prozent oder 0,4 Mio. Hektoliter weniger Bier und Mischgetränke ab.

Dadurch sank der Absatz auf 27,6 Mio. Hektoliter. Nach den Angaben der Behörde werden rund 86 Prozent des gesamten Absatzes im Inland verkauft und versteuert. Während diese Menge leicht zunahm, sank der nicht versteuerte Anteil wegen eines Einbruchs beim Export um rund elf Prozent auf 3,9 Mio. Hektoliter.

Der leicht gestiegene Absatz im Inland erstaunte selbst die Statistiker. Die Bundesbürger hätten seit Jahren immer weniger Bier gekauft, erklärte eine Sprecherin. „Nur während der WM gab es einen kurzen Zuwachs.“ Über die Gründe, wieso der Inlands-Absatz in den Monaten Juli bis September leicht gestiegen sei, lasse sich nur spekulieren. „Möglicherweise lag es daran, dass die Leute nicht so viel verreist sind“, sagte die Statistikexpertin.

In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten. Die Berechnungen beruhen auf einer Steuerstatistik und sagen nichts darüber aus, wie viel von dem Bier tatsächlich getrunken wird.

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