Statistik
Industrie kann Umsatz deutlich steigern

Und wieder eine positive Nachricht aus der deutschen Industrie: Nach Aufträgen und Produktion zog im August auch der Umsatz an. Ähnlich positiv sieht es auch in Italien und Frankfurt aus.

HB BERLIN/PARIS/ROM. Das Verarbeitende Gewerbe nahm 2,6 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Juli hatte es noch ein Minus von 0,5 Prozent gegeben. In dem Anstieg spiegelt sich die verbesserte Auftragslage wieder: Im August waren die Bestellungen bereits den sechsten Monat in Folge gestiegen - vor allem wegen der stärkeren Auslandsnachfrage. Die Produktion zog zugleich um zwei Prozent an.

Trotzdem leidet die Industrie mit ihren zahlreichen Weltmarktführern noch immer unter der globalen Rezession: Von Januar bis August lag der Umsatz um 19,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Das Inlandsgeschäft brach um 16,1 Prozent ein, der Exportumsatz um 24,2 Prozent.

Besonders stark sind die Maschinenbauer von der weltweiten Nachfrageflaute betroffen: Sie hatten im August 33,6 Prozent weniger in den Kassen als vor Jahresfrist. Bei den Autoherstellern fiel das Minus wegen der in vielen Ländern aufgelegten Abwrackprämie mit 14,6 Prozent deutlich geringer aus. Als einzige der wichtigsten Industriebranchen schafften die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln ein Umsatzplus: Es betrug 0,8 Prozent.

Auch in Frankreich ist die Industrieproduktion im August überraschend deutlich gestiegen. Auf Monatssicht sei die Produktion um 1,8 Prozent geklettert, teilte die Statistikbehörde INSEE am Freitag in Paris mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Darüber hinaus wurde der Vormonatswert von plus 0,1 auf plus 0,3 Prozent nach oben revidiert. Auf Jahressicht gab die Produktion im August unterdessen erneut um kräftige 11,8 Prozent nach.

Und zum dritten ist die Industrieproduktion auch in Italien im August überraschend stark gestiegen. Bereinigt sei die Produktion auf Monatssicht um 7,0 Prozent geklettert, teilte die Statistikbehörde ISTAT am Freitag in Rom mit. Das ist der kräftigste bisher verzeichnete Anstieg. Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 4,4 Prozent erwartet. Zudem wurde der Wert des Vormonats von plus 1,0 Prozent auf plus 2,4 Prozent revidiert.

Auf Jahressicht beschleunigte sich der Abwärtstrend unterdessen etwas. So gab die Gesamtproduktion im August bereinigt um 18,3 Prozent nach. Im Vormonat hatte das jährliche Minus bei 17,9 Prozent gelegen.

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