Statkraft plant Expansion in Deutschland
Norweger wollen Eon-Anteil behalten

Der norwegische Energiekonzern Statkraft will seine Beteiligung an Eon längerfristig halten und erhofft sich auch Kooperationen mit dem deutschen Energiekonzern. Das Engagement sei für Statkraft „mehr als eine reine Finanzbeteiligung“ – die Norweger wollen in Deutschland expandieren.

DÜSSELDORF. Der norwegische Energiekonzern Statkraft betrachtet sein Engagement beim deutschen Branchenführer Eon als längerfristig und erhofft sich auch eine punktuelle Zusammenarbeit. „Wir fühlen uns mit dem Eon-Anteil zurzeit sehr wohl und haben derzeit keine Pläne, die Aktien wieder zu verkaufen“, sagte Chief Executive Officer (CEO) Bård Mikkelsen im Gespräch mit dem Handelsblatt. Das Engagement sei für Statkraft „mehr als eine reine Finanzbeteiligung“.

Der norwegische Stromproduzent, der selbst zu 100 Prozent in Staatsbesitz ist, stieg zum Jahreswechsel zum größten Aktionär Eons auf. Das Aktienpaket von 4,2 Prozent, das immerhin knapp 2,2 Mrd. Euro wert ist, erhielt Statkraft im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungstausches. Eon wollte seine skandinavische Tochter, an der Statkraft bislang 45 Prozent hielt, komplett übernehmen, um sie besser integrieren zu können. Die Norweger bekamen im Gegenzug von Eon Kraftwerke in Deutschland, Schweden und Großbritannien sowie als finanziellen Ausgleich das Aktienpaket. Insgesamt hatte der Deal ein Volumen von 4,5 Mrd. Euro.

Mikkelsen hofft aber, dass Eon und Statkraft auch nach der Trennung in Skandinavien weiter zusammen arbeiten werden – und sieht dafür die Beteiligung als gute Basis. „Wir hoffen, dass wir daraus auch gemeinsame Projekte entwickeln können – beispielsweise bei erneuerbaren Energien“, sagt er: „Schon in Skandinavien hat unsere Partnerschaft gut funktioniert.“

Auch Eon ist dafür aufgeschlossen. „Wir schätzen das Unternehmen als kompetenten und verlässlichen Wettbewerber in den Strommärkten“, sagt Finanzvorstand Marcus Schenck. Natürlich spiele für Eon dabei auch die Nähe zum norwegischen Staat eine wichtige Rolle – schließlich sei Norwegen neben Russland der wichtigste Gaslieferant. Die Beteiligung von Statkraft an Eon sei daher ein positives Signal für die Aktionäre und das Unternehmen.

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