Statoil
Bedeutendes Ölfeld vor Norwegen gefunden

Der norwegische Konzern Statoil hat einen großen Ölfund in der polaren Barentssee gemacht. Bis zu 500 Millionen Barrel Öl sollen laut dem Konzern im "Skrugard-Prospekt" zu finden sein.
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Oslo Der norwegische Energiekonzern Statoil hat in der polaren Barentssee nach eigenen Angaben einen „bemerkenswerten“ Ölfund gemacht. Der Fund 100 Kilometer nördlich des Snohvit-Gasfeldes und 200 Kilometer vor der Nordküste des skandinavischen Landes sei „die wichtigste Entdeckung auf dem norwegischen Kontinentalsockel seit zehn Jahren“, teilte das Unternehmen am Freitag in Oslo mit. Das Gesamtpotenzial des Fundes im „Skrugard-Prospekt“ schätzt Statoil auf 500 Millionen Öl-Äquivalente (Boe).

Statoils Entwicklungschef Tim Dodson nannte den Fund „einen Durchbruch“ für die bisher nur mäßig erfolgreichen Bohraktivitäten in der Barentssee. Man wolle „so schnell wie möglich“ den Start der Förderung erreichen.

Statoil hält 50 Prozent an dem Skrugard-Feld, der italienische Energiekonzern Eni 30 Prozent und der norwegische Staatskonzern Petoro die übrigen 20 Prozent. Statoil zeigte sich zuversichtlich, in der Region noch weitere ähnlich große Ölvorkommen zu finden.

Das polare Gewässer gilt als reich an noch unentdeckten und unerschlossenen Bodenschätzen. Umweltschützer verlangen, dass die ökologisch sensible Polarregion von Bohr- und Förderaktivitäten möglichst verschont bleibt. Norwegens Regierung hatte nach heftigen innenpolitischen Auseinandersetzungen um Probebohrungen vor den Lofoten erklärt, dass man nun verstärkt auf die Barentsee setzen wolle.

Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Statoil: Bedeutendes Ölfeld vor Norwegen gefunden"

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  • Das Öl mag unbestreitbar vorhanden sein, nur der technische bzw. finanzielle Aufwand, den begehrten Rohstoff zu fördern, schnellt gewaltig in die Höhe. Ein Teil des aktuellen Ölpreises ist auch der Tatsache geschuldet, dass es eben ein entsprechender Grenzwert überschritten werden muss, damit man Investoren für Explorationen etc. findet.

  • Pssst! Das sollte doch nicht verraten werden. Der Verbraucher soll doch das Märchen vom in Kürze versiegenden Ölstrom glauben. Sonst lässt er sich doch nicht mehr zur Unterstützung der Erneuerbaren Energien verschaukeln. In meiner Schulzeit so vor ca. 30 Jahren hat man mir erzählt, dass in 40 Jahren kein Öl mehr da ist. Also in 10 Jahren ist dann alles vorbei. Da passt doch diese Meldung hier überhaupt nicht ins Lügenbild der Politik.

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