Statoil und Norsk Hydro fusionieren Öl- und Gasförderung
Norweger schmieden Offshore-Riesen

Die norwegischen Energiekonzerne Statoil und Norsk Hydro legen ihre Öl- und Gasförderung zusammen und bilden den weltweit größten Offshore-Konzern zur Energiegewinnung.

HB OSLO. Wie beide Unternehmen am Montag in Oslo mitteilten, beträgt die gemeinsame Fördermenge nach der Zusammenlegungen täglich 1,9 Millionen Barrel mit einer kombinierten Öl- und Gasreserve von 6,3 Milliarden Barrel Öläquivalenten. Statoil und Norsk Hydro sind die führenden Operateure bei der Öl- und Gasgewinnung aus der norwegischen Nordsee.

Im neuen Gemeinschaftsunternehmen behält der norwegische Staat die Stimmenmehrheit. Er hält bisher bei Statoil 82 Prozent und bei der kleineren Norsk Hydro 43,8 Prozent. Ministerpräsident Jens Stoltenberg sagte zur Zusammenlegung: „Damit beginnt eine neue Epoche. Wie schaffen eines der weltweit führenden Energieunternehmen.“

Der neue Name steht noch nicht fest. Auf Statoil entfallen 67,3 und auf Norsk Hydro 32,7 Prozent der Anteile. Konzernchef wird der bisherige Statoil-Chef Helge Lund, während Hydrochef Eivind Reiten den Vorsitz im Aufsichtsrat bekommt. Norsk Hydro setzt die Aktivitäten bei der Aluminiumherstellung selbstständig fort.

Analyst: Statoil und Norsk Hydro gewinnen gleichermaßen

Die geplante Zusammenarbeit von Statoil und Norsk Hydro ist nach Ansicht von Jyske-Analyst Soeren Linde Nielsen für beide Unternehmen „genau das Richtige“. Größe sei in der Branche eine wichtige Sache. Der Zusammenschluss hätte aber bereits besser vor langer Zeit stattfinden sollen, da die Unternehmen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen gehabt hätten. Sie legten nun ihre Erfahrung zusammenlegen. Neben den Synergieeffekten hebt der Analyst die gestärkte Kapitalbasis hervor, die bei der Annahme von Großprojekten nötig sei.

Aktienhändler sahen am Montag zudem eine Signalwirkung für die gesamte Branche. Der Zusammenschluss werde einmal mehr die Übernahmefantasie im Ölsektor anspornen. Im kommenden Jahr seien noch andere Transaktionen zu erwarten, hieß es am Markt.

Während Analysten den Schritt begrüßten, bewertete der Markt die Vorteile für beide Unternehmen durchaus unterschiedlich. Kurz nach Handelsbeginn kletterten Statoil knapp 6%, während die Norsk-Hydro-Papiere mit einem Plus von 22 % deutlich mehr zulegten. Um 9.32 Uhr notierte das Papier knapp 25% höher bei 194,25 Norwegischen Kronen(NOK). Statoil notierten 5,6% im Plus bei 182,75 NOK.

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