Steigende Materialkosten
Grohe hebt Sanitär-Preise an

Im Durchschnitt hat der Hersteller von Sanitärarmaturen die Preise zu Beginn des Jahres um sieben Prozent angehoben. Höhere Materialkosten hätten Grohe dazu gezwungen.
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Düsseldorf

Der Badarmaturen-Hersteller Grohe hat trotz sprudelnder Gewinne die Schleusen für einen Börsengang noch nicht geöffnet. Die Grohe-Eigentümer TPG und Credit Suisse verfolgten derzeit keine Pläne für einen Ausstieg, sagte Grohe-Chef David Haines am Montag in Düsseldorf. Grohe wird in Finanzkreisen immer wieder als Börsenkandidat gehandelt - und ist nach deutlichen Zuwächsen 2010 rasant ins Jahr 2011 gestartet: Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um über zehn Prozent auf 267 Millionen Euro, das Ebitda legte um neun Prozent auf 52 Millionen Euro zu. Im zweiten Quartal setze sich diese Entwicklung fort, berichtete Haines. Wachstum erwartet er vor allem in Asien, wo Grohe mit seinem chinesischen Partner Joyou den Markt aufrollen will.

"Wir wollen unsere Position als Weltmarktführer weiter ausbauen", betonte Haines. Die chinesische Joyou, an der Grohe 56 Prozent der Stimmrechte hält, soll dabei eine wichtige Rolle spielen und Grohe den Massenmarkt in Asien erschließen helfen. Die Produkte des deutschen Herstellers sind eher in höheren Preissegmenten angesiedelt, Joyou soll in Asien auf die übrigen Kunden zielen. "Beide Marken werden vollständig unabhängig voneinander bleiben", unterstrich Haines.

Eine konkrete Jahresprognose für 2011 wollte Haines indes nicht abgeben. Er sei aber sehr optimistisch, denn in den wohlhabenden Ländern rüsteten immer mehr Kunden ihre "Naßzellen zu Spa-Erlebnissen" um - und in den Wachstumsregionen würden mit zunehmendem Wohlstand auch mehr Bäder gebaut.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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