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Steigende US-Nachfrage: BMW will 3er-Reihe in den USA bauen lassen

exklusiv Der bayerische Autokonzern denkt über die Fertigung des Mittelklassewagens in den USA nach. Dadurch will der Konzern das Dollarrisiko verringern. Die Deutschen haben große Pläne für die USA.

Montage eine BMW X3 im US-Werk Spartanburg: Der Konzern überlegt, auch die 3er-Reihe dort bauen zu lassen. Quelle: dpa
Montage eine BMW X3 im US-Werk Spartanburg: Der Konzern überlegt, auch die 3er-Reihe dort bauen zu lassen. Quelle: dpa

SPARTANBURG/FRANKFURT. BMW denkt darüber nach, Autos der wichtigen 3er-Reihe in den USA zu bauen. „Es ist möglich, ein weiteres Volumenmodell in diesem Werk zu fertigen“, sagte Produktionschef Frank Peter Arndt am US-Standort des Konzerns in Spartanburg. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen hat der Konzern dabei das Mittelklassemodell 3er, die meistverkaufte Baureihe des Konzerns, im Visier.

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Die Fertigung in den USA würde aber nicht auf Kosten der deutschen Werke gehen. BMW hat sich vertraglich verpflichtet, bis 2015 keine Kündigungen in den heimischen Fabriken vorzunehmen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen mehr als 10 000 Stellen sozialverträglich abgebaut.

BMW setzt darauf, die zusätzlich in Spartanburg gebauten Wagen dank steigender Nachfrage vor allem in den USA absetzen zu können. Sollte das nicht gelingen, würde möglicherweise doch ein Teil der 3er-Produktion aus Deutschland verlagert. Als Ausgleich dafür würden die deutschen Werke aber wohl die Fertigung anderer Modelle erhalten.

Absicherung gegen Dollarschwäche

Der BMW 3er wäre ein wichtiger Schritt für das US-Werk in Spartanburg. Der Mittelklassewagen wird bislang in Regensburg, München, in China und Südafrika gebaut. Bisher werden in Spartanburg die Geländewagen X5, X6 und ab Jahresende auch der X3 gebaut.

Experten halten eine Produktion auch des 3er in den USA für naheliegend. Es sei sinnvoll, das Modell in den USA zu bauen, weil es so mit der C-Klasse von Mercedes aus deren US-Werk Tuscaloosa besser konkurrieren könne, sagte Rebecca Lindland, Analystin des Brancheninstituts IHS Automotive.

BMW könnte mit dem Ausbau der Produktion in den USA auch sein Währungsrisiko angesichts des volatilen Dollars weiter verringern. „Wenn wir so etwas überlegen, dann jetzt“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. Erzrivale Daimler hatte bereits im vergangenen Jahr entschieden, einen Teil der Produktion der C-Klasse aus Sindelfingen in die USA zu verlagern. Die Maßnahme hatte heftige Proteste der Belegschaft ausgelöst.

Diese muss BMW vorerst nicht fürchten. Die Arbeitnehmervertreter reagierten auf die Überlegungen gelassen. „Mich macht das nicht nervös“, sagte ein hochrangiger Belegschaftsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Es sei ein ganz normaler Vorgang, dass das Unternehmen vor einer wichtigen Modelleinführung auch prüfe, ob Produktion wegen einer besseren Absicherung gegen Währungsschwankungen in den Dollarraum gehen könnte. Die Arbeitnehmer gingen davon aus, dass dies nicht zu Lasten der deutschen Werke geschehe.

  • 15.10.2010, 13:33 UhrAnonymer Benutzer: Peter

    Meine amerikanischen Freunde lieben be-eM-Doubbelyou. Die Marke ist dort richtig Kult und eben nicht ganz billig.

  • 15.10.2010, 12:57 UhrAnonymer Benutzer: Cerberus

    @ Alfred
    So einen Schwachsinn habe ich selten gehört. Zunächst gibt es in Deutschland keinen Fachkräftemangel und mit welchen Gehaltsaussichten ingenieursabsolventen hierzulande in den Arbeitsmarkt einsteigen müssen (oftmals deutlich unter dem Lohn ungelernter Mitarbeiter in der Produktion) schreckt auch den letzten von einem solchen Studium ab.

    ich habe im vergangenen Jahr 2 Studien zum Thema Auslagerung der F&E in LCC durchgeführt. Die Verlagerungen nach Osteuropa hat sich für viele Unternehmen zum Desaster entwickelt und die Kosten liegen mittlerweile über deutschem Niveau! Das zweite Resultat....in anderen Ländern gibt es ja ach so viele ingenieure, aber genau genommen liegt ein Großteil auf dem Niveau eines deutschen Facharbeiters und von selbstständigem Arbeiten kann keine Rede sein. Hinzu kommen kulturelle Effekte wie das Jobhopping - der Wettbewerber zahlt etwas mehr und weg ist das Wissen. Die wenigen gut Qualifizierten ingenieuren in diesen Ländern sind darüber hinaus mindestens auf einem gleichwertigem Lohnniveau.
    Allerdings muss man auch Deutschland differenziert sehen. Genau genommen liegen alle innovationscluster im Süden, welcher als Einzelregion auch in jedem innovationsindex die angeblichen Spitzenreiter Finnland und Japan deutlich zurücklässt.

  • 15.10.2010, 12:24 UhrAnonymer Benutzer: Micha

    Kommentar zu Alfred:
    Es geht um Dollarschwankungen nicht um fehlende Arbeitskräfte !

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