Steigender Energiebedarf
Salzgitter macht hervorragende Geschäfte mit Röhren

Im ersten Halbjahr 2005 hat der Stahl- und Röhrenkonzern Salzgitter in seinem Röhrengeschäft den Umsatz zum Vorjahr um rund 60 Prozent gesteigert. Salzgitter-Chef Wolfgang Leese führte das „exorbitant gute“ Geschäft auf die große Nachfrage aus China, Russland und den USA zurück.

HB HANNOVER. „China, Russland und die USA benötigen riesige Energiemengen“, sagte der Salzgitter-Chef der „Financial Times Deutschland“. Dieser Bedarf und die steigenden Öl- und Gaspreise hätten Investitionen in Pipelines zur Folge. Zum gesamten Halbjahresergebnis sagte Leese: „Dieses Jahr wird sehr gut, das erste Halbjahr wird sogar exorbitant gut.“ Der nach ThyssenKrupp zweitgrößte deutsche Stahlkonzern legt am Freitag seinen Zwischenbericht vor.

Salzgitter ist mit einem Weltmarktanteil von 20 Prozent der größte Anbieter von Pipelines. „Für das Röhrengeschäft sind hohe Energiepreise von Vorteil“, erklärte Leese. Allerdings belaste der Strompreis das Ergebnis. „Die Stromkonzerne hauen uns die Preise um die Ohren.“ Um Preiserhöhungen künftig besser zu begegnen, will Leese dem Bericht zufolge die konzerneigene Stromerzeugung ausbauen.

Im gesamten Konzern bewege sich der Umsatz im zweiten Quartal in der Größenordnung des ersten Quartals mit 1,8 Milliarden Euro, sagte Leese. Von Reuters befragte Analysten rechnen im zweiten Quartal mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Bis 2010 will Leese den Umsatz auf acht bis zehn Milliarden Euro erhöhen.

Analysten erwarten im ersten Halbjahr einen Umsatz von 3,45 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von 455 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum betrug der Umsatz 2,76 Milliarden Euro und der Vorsteuergewinn 82 Millionen Euro.

Am Donnerstag hatte die Salzgitteraktie rund 1,7 Prozent auf 28,79 Euro verloren. Händler begründeten den Abschlag mit Gewinnmitnahmen und verwiesen auf den 45-prozentigen Kursgewinn der vergangenen Wochen.

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