Stellenabbau angekündigt
Kurzes Kursfeuerwerk bei Henkel

Der Konsumgüterkonzern Henkel will tausende Jobs abbauen und verspricht sich davon Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe. Anleger griffen nach der Mittteilung beherzt zu. Bei der Beurteilung der Geschäftszahlen 2007 sind sich Martteilnehmer und Analysten noch uneins.

HB DÜSSELDORF. Bis 2011 sollen weltweit rund 3000 der etwa 53 000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit. Henkel reagiere mit dem Sparprogramm auf steigenden Wettbewerbsdruck und steigende Rohstoffkosten. Um den größten Zukauf der Unternehmensgeschichte - die Übernahme von Geschäften des Konkurrenten National Starch - zu finanzieren, leitete Henkel einen Verkaufsprozess für eine zumindest teilweise Veräußerung seiner rund 2,5 Mrd. Euro teuren US-Beteiligung Ecolab ein.

"Wir (..) sichern aus einer Position der Stärke die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens", betonte der scheidende Konzern-Chef Ulrich Lehner. Für das weltweite Programm sollen den Angaben zufolge noch in diesem Jahr rund 500 Mill. Euro investiert werden. Ab 2011 sollen die Maßnahmen dann jährliche Einsparungen von etwa 150 Mill. Euro abwerfen. Der Stellenabbau solle "sozialverträglich erfolgen", versprach Lehner.

Henkel hatte bereits 2004 ein Sparprogramm eingeleitet, durch das rund 2500 Stellen wegfielen. Steigende Rohstoffkosten hatten dem Hersteller von Pritt, Pattex und Persil nun schon seit Monaten Sorge bereitet. Zudem arbeiten Rivalen wie Procter & Gamble oder L'Oreal profitabler als der Düsseldorfer Konzern. Henkel versucht deshalb, die operative Umsatzrendite auf zwölf Prozent zu steigern. 2007 lag diese Kennziffer mit 10,3 Prozent aber noch weit entfernt von dieser Marke.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe der Konzern einen operativen Gewinn (Ebit) von 1,344 (Vorjahr: 1,298) Mrd. Euro verbucht. Dank der regen Nachfrage der Kunden nach Klebstoffen, Kosmetika und Waschmittel kletterte der Umsatz auf auf 13,074 (12,7) Mrd. Euro, wie Henkel weiter mitteilte. Unter dem Strich erzielte Henkel einen Rekordgewinn nach Minderheiten von 921 (855) Mill. Euro. Im vierten Quartal stagnierte das Ebit bei 323 (323) Mill. Euro. Henkel blieb damit leicht unter den Erwartungen von Analysten, die ein Ebit von 1,370 Mrd. Euro für das Gesamtjahr und 349 Mill. Euro für das vierte Quartal erwartet hatten.

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