Stellenabbau bei Messtechnik-Hersteller
Dürr trotz Kosten für Schenk-Sanierung zuversichtlich

Die Sanierung des Darmstädter Messtechnik-Herstellers Carl Schenck wird das Ergebnis des Stuttgarter Anlagenbauers Dürr auch in diesem Jahr deutlich belasten. Dennoch will Dürr in diesem Jahr einen Gewinn erzielen.

HB STUTTGART. Ohne die Einmalkosten in Höhe von 18 Mill. € für die Streichungen von 350 Jobs werde sich das Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau (22,6 Mio Euro) bewegen, sagte Vorstandschef Stephan Rojahn am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Unter dem Strich solle noch ein Plus herauskommen, für 2004 rechne er mit einem deutlichen Ergebnisanstieg.

Dürr beliefert die Autoindustrie mit Maschinen zur Lackierung und Endmontage von Fahrzeugen. Mit dem Rückzug aus der Vorfertigung schließe Dürr bei Schenck eine „langjährige Verlustquelle“, betonte Rojahn. Jeder fünfte Arbeitsplatz am Schenck-Sitz in Darmstadt soll wegfallen. Über sozial verträgliche Lösungen würden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern begonnen. Die börsennotierte Stuttgarter Dürr AG (Umsatz 2,1 Mrd Euro) hatte den Prüftechnik-Spezialisten 2000 erworben. Die Vorfertigung werde künftig von Zulieferern in Osteuropa übernommen, die um mehr als die Hälfte billiger produzieren könnten.

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