Stellenabbau bei Sanofi
Pharmahersteller setzt den Rotstift an

Nachahmer-Konkurrenz und höhere Rabatte für US-Krankenkassen setzen Sanofi zu. Der Pharmahersteller will deshalb Arbeitsplätze streichen. Das Unternehmen prüft aber auch den Verkauf von Geschäftsteilen.

ParisDer französische Pharmahersteller Sanofi will weiter sparen und Stellen abbauen. Inwiefern dies auch Arbeitsplätze in Deutschland betrifft, ließ Chef Olivier Brandicourt am Freitag auf einem Investorentag offen. „Es wird keine signifikanten Kürzungen in Deutschland geben“, sagte er. Es sei schwer zu sagen, wie viele Jobs in Deutschland betroffen sein werden. In Frankreich sollen binnen drei Jahren mehrere hundert Stellen wegfallen.

Der Druck auf den im April ins Amt gekommenen Brandicourt ist hoch. Wegen Nachahmer-Konkurrenz und höherer Rabatte für US-Krankenkassen musste Sanofi kürzlich seine Prognose für die wichtigen Insulin-Medikamente senken. Das Unternehmen prüft nun auch den Verkauf von Geschäftsteilen, wenn diese nicht mehr zur künftigen Strategie passen. Auf dem Prüfstand stehen die Tiermedizin-Tochter Merial und das europäische Generika-Geschäft.

Auf der anderen Seite sollen lukrative Geschäftsfelder wie die Krebssparte mit Zukäufen expandieren und mehr Geld in die Forschung gesteckt werden. Sanofi beschäftigt weltweit mehr als 110.000 Mitarbeiter. In Deutschland sind es 9200 Mitarbeiter, die meisten davon in Frankfurt-Höchst.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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