Stellenabbau bis Ende September 2010 geplant
Thyssen-Krupp will in Stahlsparte 2000 Stellen streichen

Der Thyssen-Krupp-Konzern will in seiner angeschlagenen Stahlsparte bis zu 2000 Stellen streichen. Dies soll nach einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat aber ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Arbeitsplatzabbau soll bis Ende September 2010 abgeschlossen und Betriebsstilllegungen in dieser Zeit vermieden werden.

HB DÜSSELDORF. Der seit Wochen andauernde Streit um den von Vorstandschef Ekkehard Schulz geplanten Konzernumbau ist damit aber nicht vom Tisch. Die Arbeitnehmervertreter fordern auch für den Konzern insgesamt einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, was Schulz bislang nicht versprechen will. Sein Plan sieht zudem vor, die fünf Konzernsparten direkt an die AG binden, was bei den Arbeitnehmervertretern auf Ablehnung stößt. Sie fürchten um ihre Mitbestimmungsrechte. In den Aufsichtsräten der fünf Sparten sitzen 50 Arbeitnehmervertreter. Am Mittwoch will der Konzern-Aufsichtsrat über den Umbau entscheiden.

Ein Sprecher der nordrheinwestfälischen IG Metall bezeichnete die Vereinbarung in der Stahlsparte als einen wichtigen Schritt, der aber nur ein "Mosaikstein" sei. Offen seien noch die Themen Konzernumbau, Beschäftigungs- und Standortsicherung und die Frage der Mitbestimmung. "Damit ein gemeinsamer Weg beim Konzernumbau möglich ist, muss sich der Vorstand jetzt bei diesen Themen sehr deutlich bewegen", sagte der Sprecher.

Die Stahlsparte von Thyssen-Krupp ist nach einem jahrelangen Höhenflug von der Wirtschaftskrise voll erwischt worden. Wegen der Flaute in Automobilindustrie und Maschinenbau brechen ihr die Aufträge weg. Im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende September) sind mehr als 15.000 der 20.000 Mitarbeiter der Steel AG von Kurzarbeit betroffen.

Die Stellenstreichungen sind Teil eines Programms, mit dem Thyssen-Krupp in der Stahlsparte und deren Töchtern rund 400 Millionen Euro einsparen will.

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