Stellenabbau in Hochlohnländern
Visteon spart beim Personal

Im abgelaufenen Quartal hat der angeschlagene US-Autozulieferer Visteon seinen Verlust reduziert. Mit einem Stellenabbau will der Konzern nun insgesamt die Trendwende schaffen.

HB CHICAGO. Der Nettoverlust sei im dritten Quartal auf 177 Mill. Dollar oder 1,38 Dollar pro Aktie zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 79 Cent pro Aktie gerechnet. Im Vorjahreszeitraum war ein Minus von 207 Mill. Dollar angefallen.

Visteon hat angekündigt, 900 Stellen vor allem in Hochlohnländern zu streichen. Dadurch werden im vierten Quartal Belastungen bis zu 65 Mill. Dollar erwartet. „Die Bedingungen bleiben für den Rest des Jahres und bis ins kommende Jahr hinein schwierig“, hieß es in der Mitteilung. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mit rückläufigen Produktionsmengen der Autohersteller in den USA zu kämpfen.

Der Umsatz lag im dritten Quartal bei 2,62 Mrd. Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es 4,12 Mrd. Dollar; allerdings sind darin noch einige Fabriken enthalten, die mittlerweile im Rahmen eines Sanierungsplans an die ehemalige Muttergesellschaft Ford zurückgegeben wurden.

Visteon hatte im vergangenen Jahr nur mit Hilfe von Ford die Insolvenz abgewendet. Auch andere US-Autozulieferer wie Delphi, Johnson Controls und Tower Automotive sind durch die Absatzprobleme der großen US-Autokonzerne massiv unter Druck geraten.

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