Industrie

_

Stellenabbau: Thyssen-Betriebsrat nimmt Konzernbosse beim Wort

Mindestens 2.000 Stellen will Thyssen-Krupp in den nächsten zwei Jahren streichen. Der Jobabbau soll immerhin ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht werden. Der Betriebsrat vertraut auf die Zusage des Managements.

Thyssen-Chef Heinrich Hiesinger mit Mitarbeitern in Brasilien: Das Problemwerk des Konzerns. Quelle: Reuters
Thyssen-Chef Heinrich Hiesinger mit Mitarbeitern in Brasilien: Das Problemwerk des Konzerns. Quelle: Reuters

Duisburg/KölnDie Arbeitnehmer von Thyssen-Krupp haben mit gemäßigten Tönen auf den angekündigten Stellenabbau reagiert. Der Betriebsratsvorsitzende der Stahlsparte, Günter Back, zeigte sich im Sender WDR 5 am Samstag wenig überrascht. Die Weiterentwicklung der Stahlproduktion bringe Verschiebungen zu anderen Anlagen mit sich. „Das ist eine Entwicklung, die kennen wir eigentlich im Fortlauf der Entwicklung der Stahlindustrie schon seit Jahr und Tag“, sagte Back.

Anzeige

Back geht davon aus, dass es bei Thyssen-Krupp Steel Europe keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Das habe Vorstandschef Andreas Goss versichert. „Ich habe keinerlei Zweifel, dass das letztendlich nicht auch so kommen wird“, betonte Back. Von den Stellenstreichungen seien vor allem Standorte in Nordrhein-Westfalen betroffen.

Produkte von Thyssen-Krupp Schaufelräder, Zementwerke und U-Boote

  • Produkte von Thyssen-Krupp: Schaufelräder, Zementwerke und U-Boote
  • Produkte von Thyssen-Krupp: Schaufelräder, Zementwerke und U-Boote
  • Produkte von Thyssen-Krupp: Schaufelräder, Zementwerke und U-Boote
  • Produkte von Thyssen-Krupp: Schaufelräder, Zementwerke und U-Boote

Der Dax-Konzern hatte am Freitag angekündigt, 2.000 Stellen in der Stahlsparte zu streichen. Weitere 1.800 Arbeitsplätze könnten durch Verkäufe hinzukommen. Die Maßnahmen sollen bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 umgesetzt werden. Derzeit beschäftigt Thyssen-Krupp Stahl Europa nach eigenen Angaben 27.600 Mitarbeiter. Der Geschäftsbereich hat zwar im vergangenen Geschäftsjahr noch schwarze Zahlen geschrieben, muss aber aus Sicht der Konzernspitze leistungsfähiger und profitabler werden. Am kommenden Dienstag legt das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres vor.

Stahl-Betriebsratschef Back plädierte nachdrücklich davor, die Kompetenz und Produktionsfähigkeit im Stahl-Bereich für Thyssen-Krupp zu erhalten. Auch als Technologiekonzern sei das Unternehmen gut beraten, Stahl in seinem Portfolio zu behalten, denn nahezu alles, das Thyssen-Krupp auf den Markt bringe, habe mit Stahl zu tun, sagte der Arbeitnehmervertreter.

Thyssen-Krupp Geschäftsjahr 2011/12 (bis 30.9.)

  • Die aktuellen Top-Themen
Batteriefabrik: Tesla sucht den perfekten Standort

Tesla sucht den perfekten Standort

Bis zu fünf Milliarden Dollar will Tesla in seine Gigafabrik für Autobatterien pumpen. Während CEO Elon Musk nach dem geeigneten Standort sucht, steigen Umsatz und Verlust rapide an und Formel-1-Teams warten die Autos.

Mehrheitsbeteiligung: BNP Paribas kauft HVB die DAB ab

BNP Paribas kauft HVB die DAB ab

Erst vermeldet BNP Paribas einen Milliardenverlust, dann den Kauf der DAB Bank: Mit dem bisherigen Mehrheitseigner HVB sind sich die Franzosen einig geworden. Stimmen die Behörden zu, werden 354 Millionen Euro fällig.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer