Stellenabbau weiter ungewiss
Beiersdorf erleichtert Hamburg den Ausstieg

Die Hamburger Beiersdorf AG richtet sich auf Druck des Mehrheitsaktionärs Tchibo stärker auf Ertrag aus. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Aktionärskreisen von Beiersdorf.

HB HAMBURG. Damit verfolgt der Körper- und Haarpflegekonzern zwei Ziele: Einerseits erleichtert er der Stadt Hamburg den Verkauf ihres Aktienpakets, andererseits erhöht er die Chancen für eine Notierung der Gesellschaft im Deutschen Aktienindex (Dax).

Hamburg hatte 2003 im Zuge des Rückzugs der Münchener Versicherung Allianz zehn Prozent der Beiersdorf-Anteile übernommen. Die Hansestadt will sich mittelfristig von dem Paket trennen, doch der Kurs liegt weit unter dem Einstandspreis von 130 Euro je Aktie. Gestern stieg der Kurs bis zum Nachmittag um fast fünf Prozent auf 99,66 Prozent.

Und er könnte weiter steigen, denn Beiersdorf-Chef Thomas-Bernd Quaas will sich europaweit von Produktionen und Lagern trennen und verschafft der Aktie dadurch Aufschwung. „Dies erleichtert Hamburg den Ausstieg“, sagt Sven Dopke, Analyst bei der Hamburger Privatbank M.M.Warburg.

Durch den Verkauf des Pakets der Stadt Hamburg würde Beiersdorf mittelfristig seinen Freefloat erhöhen. Der Kaffeekonzern Tchibo ist mit 50,5 Prozent an Beiersdorf beteiligt. Beiersdorf selbst hält zehn Prozent eigene Aktien. Der Rest befindet sich in Streubesitz.

Viele Analysten hatten angesichts des rigorosen Sparpakets ihr Kursziel hochgestuft. So sieht die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim ein Kurspotenzial von 140 Euro, die Deutsche Bank preist mittelfristig einen Spielraum bis 160 Euro ein und empfiehlt die Aktie klar als Kauf. „Es ist ein Wandel in der Unternehmenskultur eingetreten. Das Management ist deutlich aggressiver geworden“, sagt Christian Bruns, Analyst bei Sal. Oppenheim.

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