Stellenabbau wird erwägt
Metrorapid-Aus bereitet Thyssen-Krupp Probleme

Der Thyssen-Krupp-Konzern erwägt nach dem angekündigten Verzicht des Landes Nordrhein-Westfalen auf eine Metrorapidstrecke im Ruhrgebiet einen Kapazitäts- und Stellenabbau in Deutschland.

Reuters DÜSSELDORF. „Das wäre eine Strecke weniger, mit der wir gerechnet hatten“, sagte ein Konzernsprecher am Freitag. Ein Rückzug der NRW-Landesregierung würde daher voraussichtlich einen Kapazitäts- und Stellenabbau nach sich ziehen. Noch sei man aber nicht offiziell von der Landesregierung über ihre jüngste Entscheidung informiert worden. Deshalb könne man die Entscheidung selbst auch nicht kommentieren.

NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) hatte zuvor überraschend den Rückzug des Landes aus dem dort Metrorapid genannten Magnetschwebebahn-Projekt angekündigt. Die Strecke sollte Düsseldorf und Dortmund miteinander verbinden und zur Fußballweltmeisterschaft 2006 fertig sein.

Der Thyssen-Krupp-Sprecher verwies darauf, dass sein Unternehmen nach dem Aus für die einstmals geplante Referenzstrecke zwischen Hamburg und Berlin im Februar 2000 seine damalige Transrapid-Belegschaft von 200 in etwa halbiert habe. Nach dem Auftrag aus China für eine Transrapidstrecke in der Wirtschaftsmetropole Schanghai sei die Belegschaft wieder auf rund 300 erhöht worden. Im Geschäftsjahr 2001/02 (zum Ende September) steuerte der Transrapid den Angaben zufolge rund 300 Millionen Euro zu ThyssenKrupp-Konzernumsatz von 36,7 Milliarden Euro bei.

Der Transrapid wird von Thyssen-Krupp gemeinsam mit Siemens entwickelt und gebaut. Thyssen-Krupp steuert die Fahrzeuge, den Antrieb und die Schwebetechnologie bei. Siemens kümmert sich um die Betriebsleittechnik und die gesamte Elektronik.

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