Stellenstreichungen
Daimler-Azubis gehen auf die Straße

Am Donnerstag haben mehrere tausend Auszubildende des Autokonzerns Daimler-Chrysler gegen geplante Streichungen von Lehrstellen demonstriert. Die Proteste fanden bundesweit an Standorten des Autobauers statt.

HB STUTTGART. Die Auszubildenden verlangten eine Rücknahme der Pläne der Unternehmensleitung, die nach Gewerkschaftsangaben ein Fünftel der Lehrstellen bei der renditeschwachen Mercedes-Pkw-Gruppe streichen will. Dem Daimler-Chrysler-Gesamtbetriebsrat zufolge demonstrierten allein in Stuttgart, Sindelfingen und Rastatt rund 1500 Mitarbeiter. Von den Protestveranstaltungen in den übrigen Werken wie Bremen oder Berlin lagen am frühen Nachmittag noch keine Zahlen vor.

Die geplante Kürzung der Auszubildenden-Stellen geht mit dem geplanten Stellenabbau bei Mercedes-Benz einher. Bis Herbst 2006 will Daimler-Chrysler 8500 Mitarbeiter oder knapp zehn Prozent der Beschäftigten in den deutschen Werken durch Abfindungen zum Ausscheiden bewegen, um den Personalüberhang zu reduzieren. „Es ist logisch, dass dabei auch die Zahl der Stellen für Auszubildende angepasst wird“, sagte eine Konzernsprecherin. Das Unternehmen habe bislang keine Zielgröße in den Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung genannt.

Dem widersprach der Gesamtbetriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall. Die Unternehmensleitung habe eine Streichung jedes fünften Ausbildungsplatzes bei Mercedes gefordert. „Ziel sind rund 210 weniger Ausbildungsplätze“, sagte ein Sprecher der IG Metall. Mercedes bildet jährlich rund 1100 Lehrlinge aus, Daimler-Chrysler bietet pro Jahr insgesamt 2600 Schulabgängern eine Ausbildung an. Die Übernahmequote nach der Ausbildung lag nach Konzernangaben zuletzt bei 90 Prozent.

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