Stellenstreichungen
Puppenhersteller Zapf schreibt weiter Verluste

Der angeschlagene Puppenhersteller Zapf Creation ist auch im ersten Quartal nicht aus den roten Zahlen herausgekommen. Im Gegenteil: Er rutschte noch tiefer hinein.

HB MÜNCHEN. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) betrage 3,9 Mill. Euro nach einem Verlust von 2,2 Mill. Euro ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen aus Rödental am Donnerstag mit. Darin enthalten seien Restrukturierungsaufwendungen von 0,5 Mill. Euro. Unter dem Strich blieb ein Minus von 5,3 Mill. Euro nach minus 2,9 Mill. Euro. Weil das Ostergeschäft in diesem Jahr ins zweite Quartal fiel und das Geschäftsmodell in den USA geändert worden sei, sei der Umsatz um 13 Prozent auf 17,3 Mill. Euro zurückgegangen.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Zapf seine Prognosen. Erwartet wird ein prozentual einstelliger Umsatzrückgang und ein zumindest nahezu ausgeglichenes operatives Ergebnis. Das Unternehmen sagte eine operative Ergebnisverbesserung um wenigstens 15 Mill. Euro voraus, nachdem es im vergangenen Jahr vor Zinsen und Steuern ein Minus von 15,6 Mill. Euro verbucht hatte. Der Umsatz war angesichts schwacher Verkaufszahlen auf gut 140 Mill. Euro eingebrochen.

Zapf kämpft seit einigen Jahren mit Absatzschwierigkeiten. Nicht nur die Prognosen mussten einige Male nach unten korrigiert werden, sondern auch die Bilanzen der vergangenen drei Jahre. Grund waren Manipulationen, die die wahre Lage des Unternehmens verschleierten.

Das Unternehmen tauschte ob der schlechten Geschäftsentwicklung und der Bilanzmanipulationen mehrfach seinen Finanzchef aus. Zuletzt musste Mitte Mai Vorstandschef Thomas Eichhorn seinen Hut nehmen. Bis auf Weiteres soll der Mitte Februar vom Modekonzern Escada zu Zapf gewechselte Finanzchef Georg Kellinghusen das Tagesgeschäft führen.

Mit Hilfe eines Sparprogramms, das auch einen deutlichen Personalabbau beinhaltet, soll der 1932 gegründete Puppenhersteller wieder in die Spur gebracht werden. Ende des ersten Quartals beschäftigte Zapf 374 Mitarbeiter, 120 weniger als ein Jahr zuvor.

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