Stellenstreichungen unklar
Belgische Regierung: Brüssel behält sein VW-Werk

Nach Angaben der belgischen Regierung wird das VW-Werk in Brüssel nicht geschlossen. Der Sanierungskurs von Volkswagen hatte entsprechende Spekulationen ausgelöst.

HB BRÜSSEL.VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder habe im Gespräch mit Regierungschef Guy Verhofstadt versichert, dass eine Schließung des Werks nicht geplant sei, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag. Ein VW-Sprecher bestätigte das Telefonat, wollte sich zu Einzelheiten aber nicht äußern.

Zuletzt war spekuliert worden, VW könne das Brüsseler Werk schließen und die Produktion ins schwach ausgelastete Stammwerk nach Wolfsburg verlagern. Denn in Belgien sei mit wesentlich weniger Widerstand gegen eine Schließung zu rechnen als in Deutschland mit der starken IG Metall. Im Brüsseler Werk bauen 5 700 Beschäftigte die VW-Modelle Golf und Lupo sowie den Audi A3.

Der Konzern stellt im Zuge der Neuordnung seiner unrentablen und schwach ausgelasteten Montage- und Komponentenwerke bis zu 20 000 Stellen im Inland in Frage. Von der Neuorganisation könnte damit jeder fünfte der rund 100 000 Arbeitsplätze in Westdeutschland betroffen sein.

Verhofstadt nannte keine Details über einen möglichen Stellenabbau in Brüssel. Der Regierungssprecher erklärte nur, die belgische Regierung werde die Sanierung von Volkswagen genau beobachten.

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